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05/Mai/2022

Ältere (geriatrische) Patient*innen leiden häufig an chronischen Schmerzen und reagieren gleichzeitig sensibel auf Opiate und andere zentral wirksame Substanzen. Eine retrospektive Auswertung aus einer kassenärztlichen Praxis zeigt: Medizinisches Cannabis – hier Dronabinol – kann die Symptome der Betroffenen lindern.  

Zu den Studienteilnehmer*innen zählten alle geriatrischen Patient*innen ab dem 80. Lebensjahr, die seit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes im März 2017 bis Mitte Juli 2018 in einer schmerzmedizinischen Praxis in Potsdam behandelt wurden. Gruppe A bestand aus geriatrischen, nicht palliativen Schmerzpatient*innen, zu Gruppe B zählten geriatrische palliative Schmerzpatient*innen.  

Fragebogen mit Angaben zu Dosierungen und Schmerzstärke 

Basis für die retrospektive monozentrische Kohortenstudie war ein Fragebogen mit Angaben zur Schmerzintensität, zur Dosierung, den Auswirkungen sowie den Nebenwirkungen der Therapie mit Dronabinol. Die Ergebnisse machen Mut: Bei 21 von 40 Patient*innen, deren Daten ausgewertet wurden, konnte eine Schmerzlinderung von mehr als 30 Prozent erreicht werden. Weitere zehn Prozent gaben sogar eine Verbesserung um mehr als die Hälfte an. Etwa vier Symptome oder Nebenwirkungen der Vortherapie wurden nach Angaben der Befragten positiv beeinflusst. 

Die Autor*innen der Studie schlussfolgern aus den Ergebnissen, dass cannabisbasierte Arzneimittel eine effektive und risikoarme Therapieoption zur Behandlung geriatrischer Schmerz- und Palliativpatient*innen darstellen. Gleichzeitig fordern sie weitere klinische Studien – insbesondere zum Indikationsspektrum der Substanzen.  

 

Quelle:  

Wendelmuth C, Wirz S, Torontali M, Gastmeier A, Gastmeier K. Dronabinol bei geriatrischen Schmerz- und Palliativpatienten : Eine retrospektive Auswertung der ambulanten kassenärztlichen Therapie [Dronabinol in geriatric pain and palliative care patients : A retrospective evaluation of statutory-health-insurance-covered outpatient medical treatment]. Schmerz. 2019 Oct;33(5):384-391. German. doi: 10.1007/s00482-019-00408-1. Erratum in: Schmerz. 2019 Dec;33(6):562. PMID: 31473816. 


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20/Apr/2022

Denkstörungen, Wahnvorstellungen und manchmal sogar Halluzinationen, all das sind typische Symptome einer Psychose. Dass CBD Einfluss auf die Gehirne an psychotischen Schüben leidender Menschen haben kann, haben nun britische Forscher*innen des King’s College mithilfe bildgebender Verfahren herausgefunden.  

Eine 19-köpfige Kontrollgruppe sowie 13 Psychose-Patient*innen waren Teilnehmer*innen der Doppelblind-Studie in England. Die erkrankten Probanden bekamen ihre regulären antipsychotischen Medikamente. Die Gehirnaktivitäten aller Teilnehmer*innen wurden mithilfe der MRT-Technologie (Magnetresonanztomografie) verfolgt.  

Normalisierung der Aktivitäten in präfrontalen und medio temporalen Hirnarealen 

 Die Probanden mit Symptomen erhielten an einzelnen Tagen ein Scheinmedikament, hierbei konnten durch die Forscher*innen, im Vergleich zur Kontrollgruppe, abweichende Aktivitäten in den präfrontalen und medio temporalen Hirnarealen festgestellt werden. Hinzu kommt, dass bei den nicht-psychotischen Teilnehmer*innen Hippocampus und Striatum weniger stark zusammenwirkten. Eine der gesunden Kontrollgruppe ähnliche Hirnaktivität konnte bei der symptomatischen Gruppe nach Gabe von 600mg CBD aufgezeigt werden.  

Anhand dieser Erkenntnisse schließen die Autor*innen der Studie auf eine Wirksamkeit von CBD bei psychotischen Symptomen. Endgültige Schlüsse lassen sich aufgrund der geringen Teilnehmer*innenzahl aber noch nicht ziehen. Es fehle außerdem an Untersuchungen der langfristigen Effekte des CBD-Konsums. Daher fordern die Forscher*innen umfangreichere Untersuchungen im Zusammenhang mit CBD und Psychosen sowie anderer neuropsychiatrischer Erkrankungen.  

 

Quelle:  

O’Neill A, Wilson R, Blest-Hopley G, Annibale L, Colizzi M, Brammer M, Giampietro V, Bhattacharyya S. Normalization of mediotemporal and prefrontal activity, and mediotemporal-striatal connectivity, may underlie antipsychotic effects of cannabidiol in psychosis. Psychol Med. 2021 Mar;51(4):596-606. doi: 10.101  

 


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05/Apr/2022

Die Inhalation von Cannabidiol E-Liquid hat positive Auswirkungen auf das verbale episodische Gedächtnis junger gesunder Menschen. Dies fand kürzlich eine Gruppe Schweizer Forscher*innen im Rahmen einer Placebo-kontrollierten Studie heraus. 34 Personen mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren und ohne Vorerkrankungen wurden gebeten, 15 nicht miteinander verwandte Substantive auswendig zu lernen. Im Anschluss bekamen sie einmal eine Einzeldosis CBD (12,5 mg Cannabidiol E-Liquid) und einmal ein Placebo zum Verdampfen. Nach ca. 20 Minuten wurden sie auf ihr verbales episodisches Erinnerungsvermögen hin untersucht. 

CBD sticht Placebo aus

Das Ergebnis ist deutlich: Im Vergleich zum Scheinmedikament verbesserte das CBD die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses. Die Baseler Forschergruppe schließt daraus, dass CBD nicht nur keinen negativen Effekt auf grundlegende kognitive Funktionen hat, sie sehen auch einen weiteren Beleg für die Interaktion des zentralen Endocannabinoid-Systems mit verdampftem CBD. Schlussfolgernd könnte CBD in der Lage sein, Gedächtnisprozesse positiv zu beeinflussen und könnte gegebenenfalls weiteres therapeutisches Potenzial aufweisen. 

Um optimale Dosis-Wirkungs-Beziehungen zu untersuchen, empfehlen die Neurowissenschaftler*innen aus der Schweiz weitere, umfangreiche Studien. 

Quelle:  

Hotz J, Fehlmann B, Papassotiropoulos A, de Quervain DJ, Schicktanz NS. Cannabidiol enhances verbal episodic memory in healthy young participants: A randomized clinical trial. J Psychiatr Res. 2021 Nov;143:327-333. doi: 10.1016/j.jpsychires.2021.09.007. Epub 2021 Sep 7. PMID: 34536664. 

 


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