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16/Mrz/2022

Einer Gruppe US-amerikanischer Wissenschaftler*innen aus Florida ist ein weiterer Vorstoß in Sachen Wirksamkeit von medizinischem Cannabis bei chronischen Schmerzen gelungen. Die Auswertung von Real World Data zeigte eine Verbesserung in Sachen Angst/Depression, Schlaf und Lebensqualität. 

Die Forschergruppe aus Florida untersuchte die Daten von 46 Erwachsenen (Durchschnittsalter: 55 Jahre, circa zur Hälfte Männer und Frauen), die wegen chronischer Schmerzen eine Behandlung mit medizinischem Cannabis begonnen hatten. Ein Merkmal der prospektiven Studie: Die Befragung zu den Faktoren Schmerzintensität, Angst/Depression, Schlaf und Lebensqualität erfolgte unter sogenannten Realbedingungen, das heißt die Betroffenen übermittelten ihre Angaben per Smartphone direkt aus ihrer natürlichen Umgebung an die Wissenschaftler*innen.   

Um die Wirksamkeit der Medikation zu überprüfen, erfolgte eine Basiserhebung, eine EMA (Ecological Momentary Assessment: Diagnostischer Zugang zum Verhalten und Erleben der Probanden) nach einer bzw. drei Wochen sowie eine Nacherhebung nach drei Monaten zum Studienende.  

Erste Effekte bereits nach wenigen Wochen Therapie sichtbar

Die Ergebnisse sind eindeutig: Bereits nach einigen Wochen der Therapie zeigten die selbst- berichteten Daten eine signifikante Verringerung der momentanen Schmerzintensität und einen ebensolchen Anstieg der täglichen Schlafdauer. 

Nach drei Monaten konnte eine signifikante Veränderung der stärksten Schmerzen sowie im depressiven Erleben der Betroffenen festgestellt werden. Darüber hinaus wurden eine Erhöhung der Schlafdauer, eine Verbesserung der Schlafqualität sowie eine Steigerung der Lebensqualität im Vergleich zur Basiserhebung beobachtet.  

Florida zählt innerhalb Vereinigten Staaten zu den am schnellsten wachsenden Märkten im Bereich des medizinischen Cannabis.  

Quelle:  

Wang Y, Jean Jacques J, Li Z, Sibille KT, Cook RL. Health Outcomes among Adults Initiating Medical Cannabis for Chronic Pain: A 3-month Prospective Study Incorporating Ecological Momentary Assessment (EMA). Cannabis. 2021 Oct;4(2):69-83. doi: 10.26828/cannabis/2021.02.006. PMID: 34671723; PMCID: PMC8525881


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02/Mrz/2022

Gute Nachrichten für Apotheken und Patienten: Das medizinische Cannabis der CanPharma GmbH kann ab sofort über den pharmazeutischen Großhandel bezogen werden.  

Für das Pharma-Unternehmen ist die Kooperation mit dem Großhandel ein Schritt in die richtige Richtung: „Wir freuen uns, dass wir unsere Distributionskanäle deutschlandweit ausbauen“, sagt Stefan Jacker, Geschäftsführer der CanPharma GmbH, „damit verbessern wir die direkte Verfügbarkeit unserer pharmazeutischen Cannabissorten und erhöhen den Service für Apotheken und Patienten.“   

CanPharma hat das Ziel, schwerkranken Menschen eine optimale Behandlung mit Medizinal-Cannabis zu ermöglichen und Apotheken mit standardisierten und qualitativ hochwertigen Produkten zu versorgen. Eine Therapie mit Medizinal-Cannabis erhöht die Lebensqualität bei vielen chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs oder Multipler Sklerose.  

Aktuell plant das Unternehmen eine Erweiterung seines Produktportfolios – in erster Linie um Produkte mit hohem CBD-Gehalt. Damit stellt sich CanPharma hinsichtlich seines Produktsortiments noch breiter auf.  


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23/Feb/2022

Das Pharma-Unternehmen CanPharma hat zu Beginn des Jahres mehrere Rabattverträge mit gesetzlichen Krankenkassen auf den Weg gebracht. Der Vertrag mit dem Kassendienstleister GWQ ist seit Anfang Januar in Kraft, seit 1. Februar besteht die Zusammenarbeit mit der IKK Classic. Weitere Vereinbarungen mit Kostenträgern zur besseren Versorgung mit medizinischem Cannabis sind bereits geplant. Damit ist CanPharma eines der ersten Cannabisunternehmen, das einen Rabattvertrag abschließt.  

Rabattverträge mit Medizinalcannabis haben laut der CanPharma das Ziel, die Versorgung der Patient*innen mit bestimmten cannabisbasierten Arzneimitteln auf sichere Beine zu stellen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Darüber hinaus wird eine Erleichterung im aufwändigen Kostenübernahmeprozess angestrebt: Aktuell bedarf die Therapie mit pharmazeutischem Cannabis einer Genehmigung durch die Krankenkasse, bevor Ärzt*innen entsprechende Rezepte ausstellen dürfen.  

Bei anderen Arzneimitteln sind Rabattverträge nicht ungewöhnlich, bei cannabisbasierten Produkten jedoch neu. Stefan Jacker, Pharmazeut und Geschäftsführer der CanPharma GmbH: „Cannabisbasierte Pharmazeutika haben bislang nicht den ihnen gebührenden Stellenwert in der Therapie schwer kranker Menschen. Wir hoffen, dass die neuen Vereinbarungen zur besseren Akzeptanz von Cannabis und zu mehr Vertrauen innerhalb der Ärzteschaft führen. Die Wirtschaftlichkeit dieser begleitenden Therapieoption spielt dabei eine Rolle – und wir gehen das Thema aktiv an.“  Dabei hat ein bestehender Rabattvertrag mit Medizinalcannabis keine Auswirkung auf die so genannte Therapiehoheit: „Kein Patient und keine Patientin soll umgestellt werden. Uns geht es darum, dass bei einer Cannabistherapie die Produkte verordnet werden, die einerseits patientenindividuell auf die Therapiebedürfnisse abgestimmt sind, zudem wirtschaftlich und selbstverständlich von bester pharmazeutischer Qualität. Das Patientenwohl hat für CanPharma höchste Priorität“, betont Stefan Jacker.  

Der Rabattvertrag zwischen CanPharma und der IKK Classic umfasst die Verordnung von drei Cannabisextrakten. Die Vereinbarung mit der GWQ geht ein Stück weiter und sieht darüber hinaus die Verschreibung von Cannabisblüten vor. Die GWQ ist ein Kassendienstleister, der verschiedene gesetzliche Krankenkassen vertritt, wie beispielsweise zahlreiche Betriebskrankenkassen.  

Die CanPharma GmbH ist bereits seit Juli 2020 mit verschiedenen Rezepturarzneimittel wie medizinischen Cannabisblüten auf dem Markt, im Mai 2021 sind drei verschiedene Cannabisextrakte hinzugekommen.  

 

Über CanPharma  

Die CanPharma GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen mit Großhandels- und Herstellungserlaubnis sowie einem umfassenden Portfolio an medizinischen Cannabinoidprodukten. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, ein führendes europäisches Pharmaunternehmen zu werden und die Lebensqualität von Patienten*innen durch die Bereitstellung fortschrittlicher Produkte zu verbessern. Unsere Produktionspartner erfüllen die höchsten pharmazeutischen Qualitätsstandards, die EU GMP/GACP-Richtlinien. CanPharma beliefert Apotheken in ganz Deutschland mit qualitativ hochwertigen Produkten und klärt Fachkreise und Patient*innen über die professionelle Verwendung von medizinischem Cannabis auf.  


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16/Feb/2022

Im Allgemeinen haben sie keinen besonders guten Ruf: Viele Amöben enthalten Bakterien, die bei Menschen Krankheiten hervorrufen können. Einer Forschergruppe vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena ist nun ein Clou gelungen – sie haben die Amöbe Dictyostelium discoideum dazu gebracht, eine Vorstufe des Cannabis-Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) zu produzieren.  

Amöben sind Einzeller und in der Lage, zahlreiche Naturstoffe herzustellen. Im Falle der Gattung Dictyostelium discoideum – eines Schleimpilzes – sind das verschiedene Polyketide, die für eine ganze Reihe therapeutischer Anwendungen verwendet werden können. Dazu zählt die Cannbinoidvorstufe Olivetolsäure. Das diesbezügliche Wirkprinzip der Einzeller: Sie schließen sich zu größeren Gebilden zusammen, die wie ein Mehrzeller agieren können. 

Reaktivierung von Schleimpilz-Enzymen

Im Rahmen ihrer Forschungen stellte der Jenaer Arbeitskreis zunächst fest, dass die Schleimpilze je nach Versuchsordnung entweder Resveratrol (einen sekundären Pflanzenstoff, dem unter anderem eine antientzündliche Wirkung zugeschrieben wird) oder aber Olivetolsäure produzierten. Der Haken: Die Synthese funktioniert nur, wenn im Nährmedium ein spezieller chemischer Zusatzstoff vorhanden ist. Darüber hinaus fällt die erzeugte Menge marginal aus.  

Im nächsten Schritt entwickelte das Forscherteam eine Möglichkeit, die Schleimpilz-Enzyme mit einem Enzym der Hanfpflanze zu vereinen. Es entsteht ein Hybridkonstrukt, das in das Erbgut von Dictyostelium discoideum eingeschleust wird. In der Folge stellt die Amöbe direkt die benötigte Vorstufe her –  Olivetolsäure wird also ohne weitere Zusätze produziert.

Dictyostelium discoideum fungiert als Produktionsplattform

Im nächsten Schritt will das Forscherteam das Endprodukt THC direkt in den Amöben erzeugen und dazu zwei weitere fehlende Enzyme in den Einzeller einbringen. Ein Patent für die biotechnologische Gewinnung der Pflanzenstoffe wurde bereits angemeldet. Es ist deshalb besonders erfolgversprechend, weil die chemische Gewinnung von THC in Reinform sehr aufwändig, teuer und mit geringem Ertrag verbunden ist. Mikroben dagegen können massenhaft kultiviert werden und so theoretisch in kurzer Zeit große Mengen an THC herstellen. Dabei ist die Produktion nicht abhängig vom Wachstum einer Pflanze oder den klimatischen Verhältnissen. 

 

Originalquelle:  

Reimer C, Kufs JE, Rautschek J, Regestein L, Valiante V, Hillmann F. Engineering the amoeba Dictyostelium discoideum for biosynthesis of a cannabinoid precursor and other polyketides. Nat Biotechnol. 2022 Jan 6. doi: 10.1038/s41587-021-01143-8. Epub ahead of print. PMID: 34992245. 


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08/Feb/2022

 Als pharmazeutisches Unternehmen steht für uns das Patientenwohl an erster Stelle. Auch in der Debatte zur Legalisierung von Cannabis hat dieses für uns höchste Priorität. 

Bei einer Legalisierung von Cannabis ist es unabdingbar, dass der Gesundheitsschutz von Patienten und Patientinnen gewahrt bleibt und diese weiterhin einen sicheren Zugriff auf ihre Medikamente sowie eine umfassende Aufklärung bekommen. Die hohen Qualitätsstandards der Präparate, eine kontinuierliche Verfügbarkeit von Medikamenten mit stabilem Wirkprofil sowie die Erstattungsfähigkeit und eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen müssen unberührt bleiben, um Patient*innen weiterhin diese Therapieoption gewährleisten zu können.  

Es sollte weiterhin sichergestellt bleiben, dass schwerkranke Patientinnen und Patienten, die sich für eine Cannabistherapie interessieren, Zugang zu einer geschulten ärztlichen Beratung bekommen und ausführlich aufgeklärt werden. Die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin sowie in der Apotheke bleibt ein unerlässlicher Grundpfeiler der Therapie mit medizinischem Cannabis, auch wenn die Pflanze und ihre Wirkstoffe zum freizeitlichen Konsum freigegeben werden. 

Wir begrüßen es, dass eine Entstigmatisierung von Cannabis, in Folge einer Legalisierung und damit einhergehenden Aufklärung, es Patientinnen und Patienten erleichtern wird, einen Umgang mit dem Thema in ihrem Umfeld zu finden. Darüber hinaus erwarten wir, dass mit der steigenden Informationsfülle auch neuen Patient*innen ein unkomplizierterer Zugang zu dieser neuen Therapieoption möglich ist. Indem die allgemeine Akzeptanz steigt und medizinisches Cannabis auch auf mehr Vertrauen bei Ärzt*innen und Apotheker*innen stößt, steigt die Versorgungssicherheit für Patient*innen, sowie eine ausführlichere Aufklärung durch Verordner*innen. 

Für den Schutz der Konsument*innen sehen wir es als prioritäre Maßnahme, dass auch über den Freizeitgebrauch eine stetige Aufklärung stattfindet. Themen wie die Effekte der Wirkstoffe, mögliche Risiken und Nebenwirkungen, Gefahren bei Co-Medikation, Suchtpotential, Einwirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit sowie das Bedienen schwerer Maschinen und weitere Themen sollten möglichen Konsument*innen bekannt sein. Diese sollten befähigt werden, eine Entscheidung zu treffen, die auf fundierten Informationen fußt. Wir erwarten, dass mit der Legalisierung die Suchtprävention gefördert und ausreichend finanziell ausgestattet wird. 

Wir begrüßen eine Abgabe von Cannabis für den Freizeitgebrauch in der Apotheke bzw. der Apotheke angelagert. Pharmazeutinnen und Pharmazeuten besitzen das nötige Fachwissen, um Konsumenten zur sicheren Einnahme von Cannabis zu beraten. CanPharma positioniert sich hier klar als verlässlicher Partner der Apotheken. 

Die CanPharma GmbH und ihr Partnernetzwerk sorgen für eine stabile Versorgung von Patienten und Patientinnen durch qualitativ hochwertige Produkte und die kontinuierliche Aufklärung von Betroffenen sowie die Weiterbildung von Fachpersonal. Bei einer Legalisierung von Cannabis sehen wir es als unsere Aufgabe, die Sicherheit von Konsumenten und Konsumentinnen durch Aufklärung und Weiterbildung zu gewährleisten.  


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CanPharma verfügt über eine pharmazeutische Großhandelserlaubnis nach §52a des Arzneimittelgesetzes sowie eine Lizenz zum Umgang mit Betäubungsmitteln im Sinne des §3 des Betäubungsmittelgesetzes. Darüber hinaus verfügt CanPharma über ein GDP-zertifiziertes Qualitätssicherungssystem.

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