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30/Okt/2019

Wird medizinisches Cannabis in der Europäischen Union legalisiert?

Während die Nachfrage nach Cannabis steigt, haben die EU Regierungen noch sehr unterschiedliche Meinungen im Bezug auf Cannabis, was den Legalisierungsprozess behindert. Viele Patienten und auch Wissenschaftler haben sich für die Verwendung von Cannabinoiden zur Behandlung bestimmter Krankheiten ausgesprochen, die die Symptome bei Krebsschmerzen, Depressionen, Schlafstörungen und neurologischen Störungen erheblich verbessern können. Einige wenige Länder haben bereits medizinisches Cannabis für bestimmte Krankheiten zugelassen oder sind dabei, dieses zu legalisieren, wie beispielsweise Großbritannien, Irland, die Niederlande und Frankreich. Es wird vermutet, dass die Legalisierung der Cannabis Produktion die beste Option ist, um den Konsum zu regulieren, Sucht Prävention zu ermöglichen und sogar wirtschaftliche Möglichkeiten in der Landwirtschaft zu schaffen.

Wird der Cannabiskonsum zu Genusszwecken legalisiert?

Aufgrund der Stigmatisierung der Cannabispflanze ist die Regierung immer noch unsicher ob eine komplette Legalisierung der richtige Weg ist, da auch die Bevölkerung in ihrer Meinung gespalten ist. Bei angemessenen rechtlichen Rahmenbedingungen kann die Legalisierung der Freizeitnutzung von Cannabis der Gesellschaft zugutekommen, indem hohe Qualitätsstandards und eine sichere Verkaufskette sichergestellt wird und so den Kauf auf dem Schwarzmarkt überflüssig macht. Mit anderen Worten, eine vollständige Legalisierung könnte der effizienteste Weg sein, um Cannabis zu regulieren und die Konsumenten nicht dem Schwarzmarkt überlassen. Ein Paradebeispiel dafür ist Kanada, welches den Cannabiskonsum zu Genusszwecken legalisiert und reguliert hat und diese Entscheidung in großem Maße nutzt.


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24/Okt/2019

In Deutschland stieg der Absatz von medizinischem Cannabis stetig an, bis er im zweiten Quartal 2019 boomte. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 wurde 74 % mehr medizinisches Cannabis von deutschen Krankenkassen rückerstattet. Seit der Umsetzung dieses Modells im Jahr 2017 hat der Verkaufswert im Mai die 10-Millionen-Euro-Marke überschritten, ist jedoch im Juni auf 9,5 Millionen Euro zurückgefallen.

Die Absatzzahlen wurden vom GKV-Spitzenverband veröffentlicht und unterteilen alle bis Juni 2019 verkauften Produkte in drei Kategorien.

Medizinischen Cannabis Präparate wie Dronabinol, gemahlene Blüten und Vollspektrum Extrakte. Fertigarzneimittel wie Sativex und Canemes und zuletzt unverarbeitete Hanfblüten. Die unverarbeiteten und in Präparaten verwendeten Blüte machen 55 % der erstatteten Cannabisprodukte im zweiten Quartal aus. Außerdem wurden noch weitere Blüten mit privaten Rezepten verkauft, welche aber nicht in die Daten mit eingezogen wurden. Trotzdem nahmen die Erstattungen für alle Produktkategorien zu.


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17/Okt/2019

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat offiziell bekannt gegeben, dass Cannabidiol (CBD) von der ab Januar 2020 gültigen Liste der verbotenen Substanzen entfernt wurde.

Eine neue, aktualisierte Version der verbotenen Substanzen für das nächste Jahr wurde vor kurzem von der WADA publiziert. Obwohl sie auch künftig alle natürlichen und synthetischen Cannabinoide verbietet, ist CBD ausgenommen. Stoffe, welche Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten, sind weiterhin auf der Liste, irrelevant ob natürlich oder synthetisch. Dies kommt aus der Annahme, dass diese mit Erkrangungen der Atemweg, vor allem beim Verdampfen (sogenanntes Vaping), in Verbindung gebracht wurden. Jedoch wurde durch US Bundesrecht bestätigt, dass CBD mit einem THC Gehalt von weniger als 0.3 % legal ist.

THC wird weiter untersucht.

THC, die psychoaktive Substanz, hat mehrere Sorgen aufgeworfen mit über 800 Atemwegs-Erkrankungen in der USA in Zusammenhang zu stehen. Die Verbindung von THC, CBD oder auch Nikotin mit chemischen Substanzen in e-Flüssigkeiten können möglicherweise die Erkrankungen hervorbringen. Es wurde jedoch noch nicht bewiesen und steht noch unter Investigation.

Source: https://sputniknews.com/sport/201910011076930256-cannabidiol-excluded-from-wadas-2020-prohibited-substances-list/


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09/Okt/2019

Lange wurde vermutet, dass Cannabidiol (CBD) die psychischen Nebenwirkungen von Tetrahydrocannabinol (THC) aufheben kann, so haben nun Forscher der Western University diese Theorie, mithilfe der Untersuchung von molekularen Mechanismen im Hippocampus bei Ratten, bewiesen.

Es war lange unbekannt, warum eine hohe Konzentration von THC in Kombination mit einer niedrigen Konzentration von CBD zu psychischen Nebenwirkungen wie Paranoia, Angstzuständen und sogar Suchtanzeichen führen kann. An der Fakultät für Medizin und Zahnmedizin der Western University war es Professor Steven Laviolette und seinem Team nun möglich zu ermitteln, welche Cannabidiole die psychoaktiven Wirkung von THC blockieren können. Durch Testen der Hippocampi in Ratten wurde endeckt, dass die extrazelluläre Signal-regulierte Kinase (ERK) die Nebenwirkungen auslöst.

CBD cann die psychoaktiven Nebeneffekte von THC blockieren

In der Studie wurde beobachtet, dass Ratten mit hoher THC Einnahme in eine erhöhte aktive ERK resultiert und Angstzustände zu Folge haben. Unter Einfluss von CBD ohne Anwesenheit von THC wurde keine erhöhte Aktivität festgestellt. Bei Beobachtung von gleichen THC sowie CBD Konzentrationen wurden normale ERK Stimulation entdeckt. Diese Erkenntnis liefert Hinweise dafür, dass Cannabidiol die psychischen Nebenwirkungen von THC blockieren kann, in dem eine Überstimulation der ERK vermieden wird.
Diese Ergebnisse sind von hoher Bedeutung für die Verschreibung von medizinischem Cannabis, da somit die Rezeptierung von wirksamen und sicheren THC gewährleistet werden kann.


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13/Sep/2019

Fallstudien deuten auf die Rolle von Cannabis  als entzündungshemmendes Mittel hin. 

In einer Studie konnte festgestellt werden, dass ein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und einem geringeren Risiko für die Entstehung von Darmkrebs, Anämie und Krankenhausaufenthalten besteht.

Die bundesweiten stationären Stichprobendatensätze (2010-2014) wurden abgefragt, um Erwachsene mit morbus crohn  (CD) und colitis ulcerosa (UC) zu identifizieren.  

Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Atlanta VA Medical Center in Decatur, USA:

Untersucht wurden 6.002 Morbus Crohn Patienten (2.999 Cannabiskonsumenten & 3.003 Nichtkonsumenten) und 1.481 Colitis ulcerosa Patienten UC (742 Cannabiskonsumenten & 739 Nichtkonsumenten). 

Bei CD-Patienten war die Prävalenz von Darmkrebs, der Bedarf an parenteraler Ernährung und Anämie bei Cannabiskonsumenten geringer. 

Allerdings waren aktive Fistelerkrankungen oder intraabdominale Abszessbildung, unspezifische Blutungen im unteren Magen-Darm-Bereich und Hypovolämie bei Freizeit-Cannabiskonsum höher. 

Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt war kürzer mit weniger Krankenhauskosten bei Cannabiskonsumenten.

Source: Cannabis-Med


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11/Sep/2019

Laut einer 2017 vom American Journal of Psychiatry veröffentlichten Studie kommen die Forscher zu dem Schluss, dass CBD bei Patienten mit Schizophrenie einen positiven Effekt haben kann.

Ziel dieser Studie war es, die Sicherheit und Wirksamkeit von CBD als Begleittherapie bei Schizophrenie zu untersuchen.  In einer randomisierten (1:1-Verhältnis) und doppelblinden Studie erhielten die Patienten entweder CBD (1000mg/Tag; N=43) oder ein Placebo (N=45) als zusätzliche Therapie zu ihren bestehenden antipsychotischen Medikamenten für 6 Wochen. Die Teilnehmer wurden auf die Auswirkungen von CBD vor und nach der Behandlung mit der positiven und negativen Syndrom-Skala (PANSS), der Kurzbewertung der Kognition bei Schizophrenie (BACS), der Global Assessment of Functioning Scale (GAF) und der Verbesserung und Schwere der Clinical Global Impressions Scale (CGI-I und CGI-S) untersucht. 

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass CBD eine mögliche Alternative bei der Behandlung von Schizophrenie sein könnte.

Source: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29241357


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05/Sep/2019

Patienten berichten immer wieder, dass Cannabis als Ersatz für verschreibungspflichtige Medikamente verwendet wird, es ist jedoch wenig über Personen bekannt, die Cannabis legal über den Cannabis Markt erwerben. 

Laut einer Umfrage, die 2016 in Colorado (United States) durchgeführt wurde, bei der 1000 Erwachsene bezüglich ihres (medizinischen) Cannabiskonsums befragt wurden, berichten 65% der Befragten, dass sie Cannabis einnähmen, um ihre Schmerzen zu lindern und 74% gaben an, Cannabis zu nehmen, um den Schlaf zu fördern. Alle Befragten, die über eine medizinische Zertifizierung berichteten, wurden ausgeschlossen. 

Unter den Befragten, die Cannabis zum Schlafen einnahmen, fanden es 84% sehr hilfreich, und die meisten, die rezeptfreie Medikamente (87%) oder verschreibungspflichtige Schlafmittel (83%) einnahmen, gaben an, dass sie den Konsum dieser Medikamente reduziert oder ganz eingestellt hätten.

Dies deutet darauf hin, dass der medizinische Konsum von Cannabis dort verbreitet ist, wo Cannabis legal erhältlich ist, und auch den Drogenkonsum reduzieren kann. Gesetze für den erwachsenen Cannabiskonsum könnten den Zugang zu Cannabis zur Behandlung von Krankheiten verbessern. 

Source: https://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=569#4


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04/Sep/2019

Die Zwangsstörung ist eine psychische Erkrankung, die durch Angst oder Verzweiflung gekennzeichnet ist, charakterisiert durch das Vorliegen Zwangsgedanken (besser bekannt als Obsessionen). Diese wiederkehrenden Gedanken werden durch neu auftretende Gedanken oder Handlungen unterdrückt, welche als zwanghaft bezeichnet werden. Diese Handlungen werden als Reaktion auf die Besessenheit ausgeführt und zielen darauf ab, Angst oder die Belastung zu verhindern.

Etwa 60% der Patienten mit Zwangsstörungen sprechen nicht auf eine Erstbehandlung an. In diesen Fällen stehen unter anderem eine Erhöhung der Dosierung oder der Wechsel zu einem anderen Medikament zur Auswahl. Neue Erkenntnisse berichten über Patienten mit behandlungsresistenter OCD, die besser auf eine erhöhte Dosis von Medikamenten in Kombination mit medizinischem Cannabis reagieren könnten.

Klinische Studien belegen erfolgreiche Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten mit Zwangsstörungen

In einem Artikel, der im American Journal of Psychiatry im Jahr 2008 erschien, stellten Forscher die Erfahrungen von zwei refraktären OCD Patienten nach synthetischer THC-Abreichung vor.

Die Patientin hatte 8 Monate lang Antidepressivum und eine psychologische Therapie zur Behandlung ihrer Zwangsstörung und schweren Depressionen verschrieben bekommen, jedoch erfolglos. Nachdem die Patientin berichtete, dass, als sie Cannabis rauchte, ihre Symptome gelindert waren, beschloss man ihre derzeitige Behandlung mit synthetischem THC zu ergänzen. In nur 10 Tagen waren ihre OCD-Symptome reduziert, und ihr Krankheitsbild verbesserte sich um 50%. Auch beim zweiten Patienten führte die Zugabe des synthetischen THC zur Reduzierung der Symptome und der Schweregrad der Krankheit verbesserte sich um 35%.

Im Jahr 2010 wurde anschließend im Journal Behavioral Pharmacology eine klinische Studie veröffentlicht, in der die Wirkung von CBD auf Nagetiere beobachtet wurde. Hier konnte festgestellt werden, dass Cannabis, sowohl bei Tieren als auch beim Menschen nachweislich anxiolytisch wirkt.
Im Allgemeinen zeigten diese Studien ein therapeutisches Potenzial von Cannabinoiden zur Verringerung refraktärer Zwangsstörungen, aber es sind neue Studien erforderlich, um ihren Nutzen endgültig zu bestätigen.

Source:

Cannabinoide bei refraktären Zwangsstörungen

 


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30/Aug/2019

Das erhöhte Auftreten von Fettleibigkeit und Übergewicht kann zu nicht alkoholischen Fettleberkrankheiten führen. Jüngste Erkenntnisse deuten auf eine schützende Wirkung des Cannabiskonsums auf die Gewichtszunahme und damit verbundene Stoffwechselveränderungen bei Patienten mit Psychose hin.

Laut einer dreijährigen Längsschnittstudie, die 2019 veröffentlicht wurde, kann Cannabiskonsum eine schützende Wirkung gegen Leberstreatose entfalten.

390 Patienten wurden zu zwei Zeitpunkten untersucht, einmal zu Studienbeginn und nach der 3 jährigen antipsychotischen Behandlung. Anthropometrische Messungen und Leber-, Lipid- und glykämische Parameter wurden zu beiden Zeitpunkten durchgeführt. Die Patienten wurden in der Abteilung für Psychiatrie der Universitätsklinik de Valdecilla in Santander, Spanien, behandelt. 

Zum zweiten Untersuchungszeitpunkt wiesen Cannabiskonsumenten deutlich niedrigere FLI (Fatty Liver Index) Werte auf als Nicht-Konsumenten.

Darüber hinaus erfüllten Cannabiskonsumenten die Kriterien für Lebersteatose seltener als Nichtkonsumenten. Patienten, die konstant nach 3 Jahren Cannabis konsumierten, stellten den kleinsten Anstieg des FLI im Laufe der Zeit dar. Cannabiskonsum kann in der Psychose eine schützende Wirkung gegen Lebersteatose entfalten.

 

Source : Cannabis-Med


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21/Aug/2019

Unter chronischen Schmerzen versteht man ein langanhaltendes, unangenehmes, sensorisches und emotionales Erlebnis ohne die akuten Warnsignale einer physiologischen Nozizeption, die über die normal übliche Heilungszeit hinaus bestehen bleiben und in der Regel länger als 3 Monate andauern oder wiederholt auftreten.

Es handelt sich bei chronischen Schmerzen um ein allgemeines und wirtschaftlich wichtiges Gesundheitsproblem, von dem rund 20% der Menschen weltweit betroffen sind, was 15-20% aller medizinischen Konsultationen entspricht.

Laut einer explorativen Analyse anonymisierter 12-wöchiger Open-Label-Daten aus dem deutschen Schmerzregister war die Zusatzbehandlung mit dem Cannabisspray Sativex wirksam und gut verträglich. Die Daten wurden von Wissenschaftlern des Instituts für Neurologische Wissenschaften in Nürnberg und anderen deutschen Institutionen erhoben.

vorteilhafte Wirkung durch das CBD:THC oromukosale Spray

Von den 30.228 Fällen, die 2017 in der Datenbank dokumentiert wurden, erhielten 800 (2,6%) eine Behandlung mit Sativex, das THC und CBD im Verhältnis von etwa 1:1 enthält. Die Autoren fanden einen signifikanten Behandlungseffekt. Die Verbesserung war in der Untergruppe der neuropathischen Schmerzen im Vergleich zu gemischten oder nozizeptiven Schmerzen signifikant höher. Die Autoren kamen zu der Erkenntnis, dass das Cannabisspray sich als wirksame und gut verträgliche Zusatzbehandlung für Patienten mit sonst refraktären chronischen Schmerzen-insbesondere neuropathischen Ursprungs-erwiesen hat.

Source:

Journal of Pain Research : Effectiveness and tolerability of THC:CBD oromucosal spray as add-on measure in patients with severe chronic pain


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CanPharma verfügt über eine pharmazeutische Großhandelserlaubnis nach §52a des Arzneimittelgesetzes sowie eine Lizenz zum Umgang mit Betäubungsmitteln im Sinne des §3 des Betäubungsmittelgesetzes. Darüber hinaus verfügt CanPharma über ein GDP-zertifiziertes Qualitätssicherungssystem.

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