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30/Okt/2019

Wird medizinisches Cannabis in der Europäischen Union legalisiert?

Während die Nachfrage nach Cannabis steigt, haben die EU Regierungen noch sehr unterschiedliche Meinungen im Bezug auf Cannabis, was den Legalisierungsprozess behindert. Viele Patienten und auch Wissenschaftler haben sich für die Verwendung von Cannabinoiden zur Behandlung bestimmter Krankheiten ausgesprochen, die die Symptome bei Krebsschmerzen, Depressionen, Schlafstörungen und neurologischen Störungen erheblich verbessern können. Einige wenige Länder haben bereits medizinisches Cannabis für bestimmte Krankheiten zugelassen oder sind dabei, dieses zu legalisieren, wie beispielsweise Großbritannien, Irland, die Niederlande und Frankreich. Es wird vermutet, dass die Legalisierung der Cannabis Produktion die beste Option ist, um den Konsum zu regulieren, Sucht Prävention zu ermöglichen und sogar wirtschaftliche Möglichkeiten in der Landwirtschaft zu schaffen.

Wird der Cannabiskonsum zu Genusszwecken legalisiert?

Aufgrund der Stigmatisierung der Cannabispflanze ist die Regierung immer noch unsicher ob eine komplette Legalisierung der richtige Weg ist, da auch die Bevölkerung in ihrer Meinung gespalten ist. Bei angemessenen rechtlichen Rahmenbedingungen kann die Legalisierung der Freizeitnutzung von Cannabis der Gesellschaft zugutekommen, indem hohe Qualitätsstandards und eine sichere Verkaufskette sichergestellt wird und so den Kauf auf dem Schwarzmarkt überflüssig macht. Mit anderen Worten, eine vollständige Legalisierung könnte der effizienteste Weg sein, um Cannabis zu regulieren und die Konsumenten nicht dem Schwarzmarkt überlassen. Ein Paradebeispiel dafür ist Kanada, welches den Cannabiskonsum zu Genusszwecken legalisiert und reguliert hat und diese Entscheidung in großem Maße nutzt.


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17/Okt/2019

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat offiziell bekannt gegeben, dass Cannabidiol (CBD) von der ab Januar 2020 gültigen Liste der verbotenen Substanzen entfernt wurde.

Eine neue, aktualisierte Version der verbotenen Substanzen für das nächste Jahr wurde vor kurzem von der WADA publiziert. Obwohl sie auch künftig alle natürlichen und synthetischen Cannabinoide verbietet, ist CBD ausgenommen. Stoffe, welche Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten, sind weiterhin auf der Liste, irrelevant ob natürlich oder synthetisch. Dies kommt aus der Annahme, dass diese mit Erkrangungen der Atemweg, vor allem beim Verdampfen (sogenanntes Vaping), in Verbindung gebracht wurden. Jedoch wurde durch US Bundesrecht bestätigt, dass CBD mit einem THC Gehalt von weniger als 0.3 % legal ist.

THC wird weiter untersucht.

THC, die psychoaktive Substanz, hat mehrere Sorgen aufgeworfen mit über 800 Atemwegs-Erkrankungen in der USA in Zusammenhang zu stehen. Die Verbindung von THC, CBD oder auch Nikotin mit chemischen Substanzen in e-Flüssigkeiten können möglicherweise die Erkrankungen hervorbringen. Es wurde jedoch noch nicht bewiesen und steht noch unter Investigation.

Source: https://sputniknews.com/sport/201910011076930256-cannabidiol-excluded-from-wadas-2020-prohibited-substances-list/


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04/Sep/2019

Die Zwangsstörung ist eine psychische Erkrankung, die durch Angst oder Verzweiflung gekennzeichnet ist, charakterisiert durch das Vorliegen Zwangsgedanken (besser bekannt als Obsessionen). Diese wiederkehrenden Gedanken werden durch neu auftretende Gedanken oder Handlungen unterdrückt, welche als zwanghaft bezeichnet werden. Diese Handlungen werden als Reaktion auf die Besessenheit ausgeführt und zielen darauf ab, Angst oder die Belastung zu verhindern.

Etwa 60% der Patienten mit Zwangsstörungen sprechen nicht auf eine Erstbehandlung an. In diesen Fällen stehen unter anderem eine Erhöhung der Dosierung oder der Wechsel zu einem anderen Medikament zur Auswahl. Neue Erkenntnisse berichten über Patienten mit behandlungsresistenter OCD, die besser auf eine erhöhte Dosis von Medikamenten in Kombination mit medizinischem Cannabis reagieren könnten.

Klinische Studien belegen erfolgreiche Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten mit Zwangsstörungen

In einem Artikel, der im American Journal of Psychiatry im Jahr 2008 erschien, stellten Forscher die Erfahrungen von zwei refraktären OCD Patienten nach synthetischer THC-Abreichung vor.

Die Patientin hatte 8 Monate lang Antidepressivum und eine psychologische Therapie zur Behandlung ihrer Zwangsstörung und schweren Depressionen verschrieben bekommen, jedoch erfolglos. Nachdem die Patientin berichtete, dass, als sie Cannabis rauchte, ihre Symptome gelindert waren, beschloss man ihre derzeitige Behandlung mit synthetischem THC zu ergänzen. In nur 10 Tagen waren ihre OCD-Symptome reduziert, und ihr Krankheitsbild verbesserte sich um 50%. Auch beim zweiten Patienten führte die Zugabe des synthetischen THC zur Reduzierung der Symptome und der Schweregrad der Krankheit verbesserte sich um 35%.

Im Jahr 2010 wurde anschließend im Journal Behavioral Pharmacology eine klinische Studie veröffentlicht, in der die Wirkung von CBD auf Nagetiere beobachtet wurde. Hier konnte festgestellt werden, dass Cannabis, sowohl bei Tieren als auch beim Menschen nachweislich anxiolytisch wirkt.
Im Allgemeinen zeigten diese Studien ein therapeutisches Potenzial von Cannabinoiden zur Verringerung refraktärer Zwangsstörungen, aber es sind neue Studien erforderlich, um ihren Nutzen endgültig zu bestätigen.

Source:

Cannabinoide bei refraktären Zwangsstörungen

 


chronic-pain-medical-cannabis-investigation.jpg
21/Aug/2019

Unter chronischen Schmerzen versteht man ein langanhaltendes, unangenehmes, sensorisches und emotionales Erlebnis ohne die akuten Warnsignale einer physiologischen Nozizeption, die über die normal übliche Heilungszeit hinaus bestehen bleiben und in der Regel länger als 3 Monate andauern oder wiederholt auftreten.

Es handelt sich bei chronischen Schmerzen um ein allgemeines und wirtschaftlich wichtiges Gesundheitsproblem, von dem rund 20% der Menschen weltweit betroffen sind, was 15-20% aller medizinischen Konsultationen entspricht.

Laut einer explorativen Analyse anonymisierter 12-wöchiger Open-Label-Daten aus dem deutschen Schmerzregister war die Zusatzbehandlung mit dem Cannabisspray Sativex wirksam und gut verträglich. Die Daten wurden von Wissenschaftlern des Instituts für Neurologische Wissenschaften in Nürnberg und anderen deutschen Institutionen erhoben.

vorteilhafte Wirkung durch das CBD:THC oromukosale Spray

Von den 30.228 Fällen, die 2017 in der Datenbank dokumentiert wurden, erhielten 800 (2,6%) eine Behandlung mit Sativex, das THC und CBD im Verhältnis von etwa 1:1 enthält. Die Autoren fanden einen signifikanten Behandlungseffekt. Die Verbesserung war in der Untergruppe der neuropathischen Schmerzen im Vergleich zu gemischten oder nozizeptiven Schmerzen signifikant höher. Die Autoren kamen zu der Erkenntnis, dass das Cannabisspray sich als wirksame und gut verträgliche Zusatzbehandlung für Patienten mit sonst refraktären chronischen Schmerzen-insbesondere neuropathischen Ursprungs-erwiesen hat.

Source:

Journal of Pain Research : Effectiveness and tolerability of THC:CBD oromucosal spray as add-on measure in patients with severe chronic pain


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