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07/Apr/2021

Die ganze Welt sucht nach Möglichkeiten der Bekämpfung des Coronavirus. Ob es neue Hygienekonzepte, neue Impfstoffe oder Therapien zur Infektionshemmung beziehungsweise Genesung sind. Ein Team von Forschern der Universität Chicago hat jetzt CBD als eines dieser Möglichkeiten entdeckt. In einer am 10. März 2021 veröffentlichen Studie zeigen sie den Zusammenhang zwischen der Einnahme von CBD und einer reduzierten Infektionsrate.  

CBD mit antiviraler Wirkung 

Die Forscher entdeckten, dass die Einnahme von CBD die Vermehrung von SARS-CoV 2 hemmt. Das erkannten sie, indem sie Lungenzellkulturen mit einer Cannabidiol-Lösung behandelten und nach zwei Stunden dem Virus aussetzten. 

Zwei Tage später wurden die Lungenzellen auf virale Spike-Proteine untersucht und das Ergebnis zeigte in der Tat, dass CBD in der Lage ist, die Vermehrung der Viren zu hemmen.  

Nur CBD hemmt die Vermehrung von SARS-CoV 2 Viren 

Es wurden auch weitere Cannabinoide wie Tetrahydrocannabinol (THC), Cannabichromen (CBC), Cannabigerol (CBG) sowie CBDA untersucht. Jedoch allein CBD zeigte eine antivirale Wirkung bei einer therapeutischen Dosierung.  

Weniger Corona-Infektionen bei CBD-Anwender*innen 

Um die Erkenntnisse in einem realen Umfeld weiter zu vertiefen, wurden 93.000 Corona Testergebnisse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten eine Infektionsrate von 10 Prozent unter allen Tests. Diese Rate sank bei Patientinnen und Patienten mit vergangener Cannabinoid-Therapie auf 5,7 Prozent. Den größten Unterschied zeigte die Infektionsrate bei Personen, die regelmäßig CBD einnehmen. Diese lag bei lediglich 1,2 Prozent. Damit unterstreichen die Ergebnisse aus dem realen Leben die aus dem Labor.  

Wie wirkt CBD gegen SARS-CoV 2? 

Die Forscher untersuchen zwei Möglichkeiten, wie CBD dem Virus entgegenwirken könnte. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass CBD eine antivirale Immunantwort fördert. Das bedeutet, es hilft dem Körper, das Virus als gefährlich einzustufen, sodass er frühzeitig entgegenwirken kann. Eine weitere Möglichkeit ist, dass CBD der Zytokin-Produktion entgegenwirkt. Die ZytokinProduktion wird durch Viren gefördert und kann lebensgefährliche Folgen haben. 

Die Einnahme von CBD hat einige Vorteile gegenüber anderen Wirkstoffen bzw. Therapien wie Remdesivir oder antiviralen Antikörper. Es lässt sich einfach zu Hause ohne Krankenhaus- oder Arztbesuch einnehmen. Außerdem ist die Verträglichkeit deutlich besser. 

Die optimale Dosierung, Anwendung sowie die optimale Arzneiformulierung werden in zukünftigen Studien weiter untersucht. Bis dahin raten die Forscher*innen von der präventiven Einnahme CBDs zur Corona Bekämpfung ab. 

 

Quelle: 

Cannabidiol Inhibits SARS-CoV-2 Replication and Promotes the Host Innate Immune Response 

Long Chi Nguyen, Dongbo Yang, Vlad Nicolaescu, Thomas J. Best, Takashi Ohtsuki, Shao-Nong Chen, J. Brent Friesen, Nir Drayman, Adil Mohamed, Christopher Dann, Diane Silva, Haley Gula, Krysten A. Jones, J. Michael Millis, Bryan C. Dickinson, Savaş Tay, Scott A. Oakes, Guido F. Pauli, David O. Meltzer, Glenn Randall, Marsha Rich Rosner 

bioRxiv 2021.03.10.432967; doi: https://doi.org/10.1101/2021.03.10.432967 


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18/Mrz/2021

CBD kann bei epileptischen Anfällen helfen. Eine amerikanische Studie zeigt jetzt, dass die Wirksamkeit des Cannabinoids sich über einen längeren Therapiezeitraum steigert. Im zweiten Jahr der Behandlung war der signifikante Effekt auf die Häufigkeit und die Schwere der Anfälle deutlich ausgeprägter als zu Beginn. 

Verringerung von Epilepsieanfällen durch CBD-Extrakt 

An der Studie der Abteilung für Neurologie und des UAB Epilepsy Center der University of Alabama at Birmingham, USA, nahmen 169 Menschen mit behandlungsresistenter Epilepsie teildavon 89 Kinder und 80 Erwachsene. Diese erhielten einen CBD-Extrakt (Epidyolex). Das Ansprechen auf die Behandlung mit Cannabidiol definierten die Wissenschaftler*innen durch eine Reduktion der Anfallshäufigkeit um 50 Prozent oder mehr. 

Diese signifikante Verringerung der Anfallshäufigkeit war nach 2 Jahren Behandlung ausgeprägter als innerhalb des ersten Monats nach Beginn der Therapie. Darüber hinaus fand das Forscherteam heraus, dass dieser Effekt bei den 80 Erwachsenen nach einem Jahr ausgeprägter war als bei den 89 Kindern der Studie. Der Prozentsatz der Kinder, die eine Reduktion der Anfallshäufigkeit um die Hälfte oder mehr erreichten, betrug 44 % im ersten Monat, 41 % im ersten Jahr und 61 % im zweiten Jahr. Bei den Erwachsenen lag diese Rate bei 34 % im ersten Monat, 53 % im ersten Jahr und 71 % im zweiten Jahr.  

Größte Verbesserung bei Erwachsenen im zweiten Jahr der Therapie 

Auch die Anfallsschwere konnte durch das CBD-Produkt deutlich reduziert werden: Kinder zeigten eine 52%ige Anfallsreduktion im ersten Monat, eine 51%ige Reduktion im ersten Jahr und eine 75%ige Reduktion im zweiten Jahr. Die Anfallsreduktion bei den Erwachsenen lag noch deutlich höher, bei 60 %, 81 % und 85 %. Im Vergleich berichteten Erwachsene nach zwei Jahren Therapie über eine größere Verbesserung als Kinder. 

Refraktäre Epilepsie – behandlungsresistent 

Epilepsie betrifft nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), etwa 50 Millionen Menschen weltweit. Sie ist eine der häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch immer wiederkehrende Anfälle, die entweder den gesamten Körper oder nur einen bestimmten Teil betreffen. Gelegentlich können Menschen mit Epilepsie während der Anfälle auch das Bewusstsein verlieren. Die refraktäre Epilepsie ist eine schwer behandelbare Form der Erkrankung, die auf Antiepileptika nicht anspricht. 

Quelle: 

Gaston TE, Ampah SB, Martina Bebin E, Grayson LP, Cutter GR, Hernando K, Szaflarski JP; UAB CBD Program. Long-term safety and efficacy of highly purified cannabidiol for treatment refractory epilepsy. Epilepsy Behav. 2021 Mar 2;117:107862. doi: 10.1016/j.yebeh.2021.107862. Epub ahead of print. PMID: 33667843. 


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24/Feb/2021

Fast dreiviertel der Menschen, die in Deutschland Cannabisarzneimittel auf Rezept erhalten, setzen diese zur Behandlung von Schmerzen ein. Von diesen Patient*innen nehmen 70 Prozent eine Verbesserung der Symptome wahr. Das zeigt das Zwischenergebnis der Cannabisbegleiterhebung des BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte). 

Wofür wird medizinisches Cannabis eingesetzt? 

Mit 73 Prozent wird der Löwenanteil aller Cannabis-Rezepte in Deutschland zur Therapie von Schmerzen ausgestellt. Danach folgen mit einem großen Abstand die Behandlung von Spastik (10 %), Anorexie/Wasting (6%) und weitere Leiden (10%). Die Ärzt*innen verordnen in 65 Prozent der Fälle Dronabinol, danach folgen Cannabisblüten, Sativex, mit zunehmender Tendenz Cannabisextrakte und auf dem letzten Platz Nabilon.  

Welche Fachgruppen verordnen Cannabis? 

Die größte Gruppe der Cannabis verordnenden Ärzt*innen sind die Schmerzmediziner (Anästhesiologen) mit einem Anteil von 49 Prozent. Danach folgen die Fachgruppen Allgemeinmedizin (17 %), Neurologie (12 %) und Innere Medizin (10 %). 

Wie erfolgreich ist die Cannabistherapie? 

In der größten Gruppe der Cannabispatient*innen, den Personen mit Schmerz als primär behandeltem Symptom, empfanden 34 Prozent ihre Schmerzen als deutlich verbessert und 36 Prozent als moderat verbessert. Somit konnte medizinisches Cannabis bei insgesamt 70 Prozent der Schmerzpatient*innen die Leiden lindern. 28 Prozent gaben an, ihre Schmerzen seien unverändert. 

Bei den Menschen mit Multipler Sklerose als Hauptdiagnose verbesserte sich die Spastik bei 41 Prozent deutlich und bei 43 Prozent moderat. 

35 Prozent der Cannabispatient*innen haben ihre Therapie innerhalb eines Jahres abgebrochen. Bei 25 Prozent  der Fälle lag das an den Nebenwirkungen und bei fast 40 Prozent an nicht ausreichender Wirkung der Therapie. In 21 Prozent der Fälle verstarb die betroffene Person – auch das wird in der Begleiterhebung als Therapieabbruch gewertet. 

Private Rezepte nicht erfasst 

Bei diesen Ergebnissen muss immer im Blick behalten werden, dass die Begleiterhebung nicht alle in Deutschland mit Cannabisarzneimitteln therapierte Patient*innen erfasst: Die Daten von Selbstzahlern, Privatversicherten, stationär und im Rahmen von klinischen Studien behandelten Personen werden nicht übermittelt. Darüber hinaus wird auch für die Personen keine Erhebung erstellt, die die Fertigarzneimittel Sativex und Canemes entsprechend den zugelassenen Anwendungsgebieten erhalten. 

Cannabisbegleiterhebung – was ist das? 

In Deutschland sind Ärztinnen und Ärzte, die medizinisches Cannabis auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung verschreiben, verpflichtet, an einer Begleiterhebung zur Anwendung dieser Arzneimittel teilzunehmen. Die Erhebung wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) durchgeführt. Dieses Institut hat nach drei Jahren eine Zwischenbilanz gezogen mit mehr als 10.000 Datensätzen, die bis zum Stichtag der Auswertung am 11.05.2020 vorlagen. Ein Jahr zuvor hatte das BfArM bereits ein Zwischenergebnis auf Basis der bis dahin ausgewerteten Daten veröffentlicht. 

Ziele der Erhebung sind das Monitoring von Nebenwirkungen und der Verträglichkeit der Cannabisprodukte. Darüber hinaus soll die Untersuchung zeigen, bei welchen Indikationen Cannabis verschrieben wird. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die Planung späterer klinischer Studien dienen.  

Quelle: 

Schmidt-Wolf, G., Cremer-Schaeffer, P. 3 Jahre Cannabis als Medizin – Zwischenergebnisse der Cannabisbegleiterhebung. Bundesgesundheitsbl (2021). https://doi.org/10.1007/s00103-021-03285-1 


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10/Feb/2021

Eine Umfrage unter Menschen mit Parkinson ergab, dass über 8 Prozent der Betroffenen Cannabisprodukte anwenden. Mehr als die Hälfte dieser Personen berichten von einer positiven Wirkung der Cannabisbehandlung. Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung aus Deutschland. 

Morbus Parkinson und Cannabis: Das Interesse ist groß 

Das Interesse am therapeutischen Einsatz von Cannabinoiden zur Linderung unterschiedlicher Symptome wächst stetig – so auch bei Morbus Parkinson. Die Umfrage wurde unter den Mitgliedern der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. durchgeführt, die mit fast 21.000 Mitgliedern der größte Zusammenschluss von Parkinson-Patient*innen im deutschsprachigen Raum ist. Die Forscher zielten darauf ab, die Einstellung der Betroffenen zu medizinischem Cannabis zu untersuchen und die Erfahrungen von Patient*innen zu evaluieren, die bereits Cannabisprodukte anwenden. Die Untersuchung wurde im Journal of Parkinson’s Disease veröffentlicht. 

Für die Umfrage werteten Wissenschaftler mehr als 1.300 Antworten aus. Diese zeigten, dass das Interesse der Parkinson-Gemeinschaft an medizinischem Cannabis hoch ist, das Wissen zu dem Thema aber begrenzt. Immerhin kannten 28 Prozent der Befragten die verschiedenen Einnahmeformen, wie Inhalation und orale Einnahme. Allerdings waren sich nur 9 Prozent über den Unterschied zwischen den Cannabiswirkstoffen THC und CBD im Klaren. 

Wie hilft Cannabis bei Parkinson? 

Mehr als 8 Prozent der Umfrage-Teilnehmenden gaben an, Cannabisprodukte zu verwenden, und mehr als die Hälfte dieser Anwender und Anwenderinnen (54 %) berichteten von einer positiven klinischen Wirkung. Die allgemeine Verträglichkeit war gut. Über 40 Prozent der Befragten gaben an, dass es ihnen bei Schmerzen und Muskelkrämpfen hilft. Und mehr als 20 Prozent bemerkten eine Verringerung von Steifheit (Akinesie), unruhigen Beinen und Zittern, aber auch von Depressionen und Ängsten. 

Darüber hinaus ist interessant, dass die Patient*innen berichteten, dass inhalative Cannabisprodukte, die THC enthalten, effizienter bei der Behandlung von Steifheit waren als orale Produkte, die CBD enthalten. Dafür wurde THC etwas weniger gut vertragen. 

Behandlung mit Cannabinoiden bei Parkinson 

Parkinson-Patient*innen, die Cannabis verwendeten, waren tendenziell jünger, lebten in Großstädten und waren besser über die rechtlichen und therapeutischen Aspekte von medizinischem Cannabis informiert. 65 Prozent der Befragten, die Cannabinoide bisher nicht nutzen, waren an der Verwendung von medizinischem Cannabis interessiert. Mangelndes Wissen und Angst vor den Nebenwirkungen wurden als Hauptgründe dafür angegeben, es nicht zu versuchen. 

“Unsere Daten bestätigen, dass Morbus-Parkinson-Patienten ein hohes Interesse an der Behandlung mit medizinischem Cannabis haben, ihnen aber das Wissen über die Einnahme und vor allem die Unterschiede zwischen den beiden wichtigsten Cannabinoiden, THC und CBD, fehlt”, so Studienleiter Prof. Dr. Carsten Buhmann, ärztlicher Leiter der Neurologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). “Ärzte sollten diese Aspekte berücksichtigen, wenn sie ihre Patienten über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis beraten. Die hier berichteten Daten können Ärzten helfen zu entscheiden, welche Patienten profitieren könnten, welche Symptome behandelt werden könnten und welche Art von Cannabinoid und welcher Verabreichungsweg geeignet sein könnten.” 

Die Einnahme von Cannabis, das räumt Prof. Buhmann ein, könnte aufgrund der hohen Erwartungen der Betroffenen mit einem Placebo-Effekt verbunden sein. Dies bewertet der Mediziner aber nicht negativ, denn “selbst das kann als therapeutischer Effekt angesehen werden.” Dennoch weist er darauf hin, dass die Ergebnisse der Untersuchung auf subjektiven Berichten beruhen und dass klinisch angemessene Studien dringend erforderlich seien.  


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03/Feb/2021

Das Klinikum Klagenfurt wendet derzeit den Cannabis Wirkstoff CBD bei Covid-Patient*innen an – mit guten Ergebnissen. Vor allem die entzündungshemmenden und immunstärkenden Eigenschaften des Cannabinoids sind hier interessant. Eine Studie ist bereits in Arbeit, die fundierte Erkenntnisse bringen soll. 

Positive Ergebnisse von CBD bei Covid-Patient*innen 

Wie der ORF berichtet, erzielen die Intensivmedizinerinnen und -mediziner des Klinikums Klagenfurt in Österreich positive Ergebnisse mit Cannabidiol (CBD) in der Covid-Therapie. CBD sei ein hochinteressanter Stoff, auch in der Behandlung von Covid-Patientinnen und -Patienten, erklärt Prof. Rudolf Likar, der Abteilungsvorstand der Intensivmedizin am Klinikum Klagenfurt ist. CBD wirke in vielerlei Hinsicht. Es besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und kann das Immunsystem positiv beeinflussen. In Klagenfurth haben bestimmte Patient*innen CBD über einen Zeitraum von drei Wochen erhalten. Zunächst in der Dosierung von 200 mg, die dann auf 300 mg gesteigert wurde 

„Wir haben gesehen, dass die Entzündungsparameter im Blut zurückgehen und die Menschen gegenüber der Vergleichsgruppe schneller das Krankenhaus verlassen. CBD unterstützt das Immunsystem“, so Prof. Likar im ORF. 

Derzeit läuft eine Studie am Klinikum Klagenfurt zum Einsatz von CBD. Prof. Likar ist mit den bisherigen Daten und Ergebnissen zufrieden. Daher will er CBD “wahrscheinlich routinemäßig einsetzen, weil es eben keine Nebenwirkungen hat.” Der Mediziner erklärt, dass sein Team bereits seit Längerem an Cannabidiol forscht. Das ist eine interessante Substanz und Israel ist sogar dabei, CBD für die Covid-Therapie zuzulassen. Also wir sind nicht die einzigen, die damit arbeiten.“ 

Cannabidiol (CBD) – ein wertvolles Cannabinoid 

THC und CBD sind die beiden Hauptwirkstoffe der Cannabispflanze. Zum Einsatz von Cannabidiol liegen bereits eine große Anzahl an Studien vor und die Wissenschaft konnte viele wichtige Erkenntnisse gewinnen. Seit 2013 hat PubMed, eine medizinische Forschungsdatenbank der USA, mehr als 1.500 Studien zu Cannabidiol indiziert. Auch deshalb betrachten viele Forscher*innen CBD als eines der wichtigsten bisher entdeckten Cannabinoide. 

Im Gegensatz zu THC erzeugt CBD keinen Rausch. Wenn CBD mit THC in Kombination eingesetzt wird, reduziert Cannabidiol die psychoaktive Wirkung und die Nebenwirkungen von THC. Fachleute, die die Beziehung zwischen CBD und dem Immunsystem untersuchten, haben bereits die positive Wirkung von CBD bei entzündlichen und autoimmunen Erkrankungen dargelegt. Zudem gibt es Studien, welche die Wirkung von Cannabidiol zur Linderung von chronischen Schmerzen oder zur Behandlung von Epilepsie untersucht haben. 

Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass CBD bei Krebs Schmerzen lindern kann und beruhigend wirkt. Zudem haben Wissenschaftler*innen herausgefunden, dass Cannabidiol das Zellwachstum bei Brustkrebs reduzieren kann. 

Photo by Martin Sanchez on Unsplash


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27/Jan/2021

Cannabinoide ermöglichen Schmerzpatient*innen die Reduktion oder sogar das komplette Absetzen von Opioiden. Zu dem Ergebnis kommt eine amerikanische Umfrage. Darüber hinaus können Cannabinoide die Stärke der Schmerzen verringern. Die große Mehrheit der befragten Personen verspürte dank der Einnahme von Cannabinoiden eine höhere Lebensqualität sowie eine verbesserte Funktionsfähigkeit. 

40 Prozent konnten alle Opioide absetzen

Amerikanische Forscher der Society of Cannabis Clinicians in Sebastopol, USA, führten eine Online-Erhebung unter Patient*innen aus drei medizinischen Cannabispraxen durch. Aus der Gesamtgruppe von über 1.000 Befragten hatten 525 mindestens drei Monate lang verschreibungspflichtige Opioid-Medikamente zur Behandlung ihrer chronischen Schmerzen in Kombination mit medizinischem Cannabis eingenommen. 

Von diesen 525 Personen berichteten etwa 40 Prozent, dass sie dank der Einnahme von Cannabinoiden alle Opioide abgesetzt hatten. Etwa 45 Prozent konnten die Menge der Opioide reduzieren. Über keine Veränderungen bei ihren Opioid-Medikamenten berichteten 13 Prozent und ein Prozent musste mehr Opioide einnehmen. Rund ein Drittel der Befragten gaben an, dass sie die Umstellung in ihrer Opioid-Medikation über ein Jahr beibehalten konnten. 

Positiv berichteten die Cannabispatient*innen nicht nur über die Reduktion der Opioideauch die Schmerzintensität sank. Fast die Hälfte (48 %) empfanden 40 bis 100 Prozent weniger Schmerzen. Neun Prozent bemerkten keine Veränderung der Schmerzen während bei drei Prozent die Schmerzen zunahmen.  

Deutliche Mehrheit gewinnt an Lebensqualität

Ein weiteres besonders erfreuliches Ergebnis der Untersuchung ist, dass die große Mehrheit der Befragtennämlich 80 Prozenteine verbesserte Funktionsfähigkeit verspürte. Und sogar 87 Prozent gaben an, dass sich ihre Lebensqualität mit medizinischem Cannabis verbessert hätte. Die meisten der Schmerzpatient*innen (62 %) wollten in Zukunft keine Opioide mehr einnehmen. Während die Veränderung der Schmerzstärke nicht von Alter und Geschlecht beeinflusst wurde, hatte die jüngere Altersgruppe eine verbesserte Funktionsfähigkeit im Vergleich zu den mittleren und älteren Altersgruppen. 

Cannabis nützlich bei chronischen Schmerzen

Die Forscher kommen daher zu dem Ergebnis, dass “Cannabis eine nützliche Ergänzung und ein Ersatz für verschreibungspflichtige Opioide bei der Behandlung chronischen Schmerzen sein kann. Darüber hinaus haben Cannabinoide den zusätzlichen Vorteil, die Funktionsfähigkeit und die Lebensqualität zu verbessern. 

Nach Meinung der Wissenschaftler ist dies eine der größten Umfragen ihrer Art. Die Ergebnisse zeigen einen bemerkenswerten Prozentsatz von Patienten und Patientinnen, die sowohl über ein vollständiges Absetzen der Opioide als auch über eine Verringerung der Opioide durch die Zugabe von medizinischem Cannabis berichten. Die Forscher stellen die Hypothese auf, dass diese Effekte auf die synergistische Schmerzlinderung zurückzuführen sind, die sich bei der Zugabe von Cannabis zu Opioiden gezeigt hat”. 

 

Quelle: 

Takakuwa K M, Sulak D (December 02, 2020) A Survey on the Effect That Medical Cannabis Has on Prescription Opioid Medication Usage for the Treatment of Chronic Pain at Three Medical Cannabis Practice Sites. Cureus 12(12): e11848. doi:10.7759/cureus.11848  

Photo by Christine Sandu on Unsplash


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20/Jan/2021

CBD kann die Symptome von Fibromyalgie, vor allem schmerzbezogene Beschwerden, reduzieren. Das zeigt eine Online-Umfrage mit 2.700 Teilnehmenden, hauptsächlich aus den USA, die an Fibromyalgie leiden. Die Befragung macht ebenfalls deutlich, dass die Verwendung von Cannabidiol (CBD) bei Menschen mit Fibromyalgie weit verbreitet ist. 

Viele Fibromyalgie-Patient*innen greifen auf CBD zurück 

Die anonyme Online-Umfrage wurde von Forschern der Abteilung für Anästhesiologie an der University of Michigan Medical School in Ann Arbor, USA, durchgeführt. Insgesamt gaben etwa 38 Prozent der Befragten an, nie CBD zu verwenden, aber 29 Prozent berichteten über die frühere Einnahme von CBD und 32 Prozent über den aktuellen CBD-Gebrauch. Somit haben mehr als 60 Prozent der Befragten Cannabidiol ausprobiert oder nutzen es noch. 

Die Personen, die CBD einnehmen, leiden meist an Fibromyalgie-Symptomen, die nicht ausreichend durch ihre weitere Therapie gelindert werden. Die Patient*innen, die CBD nicht nutzen, gaben als Grund dafür vor allem Sicherheitsbedenken an. 

Zwei Drittel der befragten Patient*innen, die CBD einnehmen, informierten ihren Arzt darüber. Bemerkenswert ist, dass lediglich 33 Prozent medizinischen Rat zur Verwendung von CBD einholten. Die Teilnehmenden verwendeten CBD gegen zahlreiche Fibromyalgie-Symptome, am häufigsten bei Schmerzen. Dabei erreichte CBD leichte bis starke Verbesserungen in allen Symptombereichen. Etwa die Hälfte der befragten Personen berichteten über geringfügige Nebenwirkungen. 

Fibromyalgie – was ist das? 

Fibromyalgie bedeutet häufig stärkste Schmerzen, Erschöpfung, Schlafstörungen und nicht selten psychische Leiden. Die Symptome des chronischen Schmerzsyndroms sind vielfältig und von Person zu Person sehr unterschiedlich. Viele Betroffene haben große Schwierigkeiten, ihren Alltag zu meistern, und der Leidensdruck ist sehr hoch. Einige Studien haben bereits gezeigt, dass die medizinische Anwendung von Cannabis eine günstige Wirkung auf die Symptome haben kann. 

Die Erkrankung zeigt sich durch Muskel- und Bindegewebsschmerzen, die sich besonders an bestimmten Schmerzpunkten (Tender Points) äußern. Die Schmerzen können am gesamten Körper auftreten, zeigen sie aber meist in der Nähe der Gelenke. In Deutschland sind 2 Prozent der Bevölkerung von dem chronischen Schmerzsyndrom betroffen, Frauen sechs bis sieben Mal häufiger als Männer. 

Die Ursache der Erkrankung ist ungeklärt, medizinische Fachleute gehen aber davon aus, dass eine genetisch bedingte Krankheitsanfälligkeit eine Rolle spielt. Darüber hinaus können Traumata wie beispielsweise Misshandlungen im Kindesalter, aktuelle psychische Belastungen oder chronische psychische Belastungen wie Stress die Entstehung fördern. 

 

Quelle: 

Boehnke KF, Gagnier JJ, Matallana L, Williams DA. Cannabidiol Use for Fibromyalgia: Prevalence of Use and Perceptions of Effectiveness in a Large Online Survey. J Pain. 2021 Jan 2:S1526-5900(20)30117-6. doi: 10.1016/j.jpain.2020.12.001. Epub ahead of print. PMID: 33400996. 

Photo by Annie Spratt on Unsplash


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13/Jan/2021

Cannabidiol (CBD) kann Parkinson-Patient*innen Linderung verschaffen. Das zeigt eine Studie der Abteilung für Neurologie der University of Colorado School of Medicine in Aurora (USA). So reduzierten sich die motorischen Symptome der Erkrankung, aber auch der Nachtschlaf und emotionale Störungen verbesserten sich deutlich. Bei einigen Teilnehmenden der Studie erhöhten sich allerdings die Leberwerte aufgrund der hohen Dosierung. 

Menschen mit Parkinson können von CBD profitieren 

In der Studie erhielten 13 Personen mit Morbus Parkinson und substanziellem Ruhetremor pflanzliches, hochgereinigtes CBD (Epidiolex; 100 mg/mL). Der CBD-Extrakt wurde von 5 bis 20-25 mg pro Kilogramm Körpergewicht titriert und über 10 bis 15 Tage beibehalten. Die Patient*innen hatten ein Durchschnittsalter von 68 Jahren. 

Alle 13 an der Studie Teilnehmenden berichteten über leichte Nebenwirkungen, wie Durchfall (85 %), Somnolenz (69 %), Müdigkeit (62 %), Gewichtszunahme (31 %), Schwindel (23 %), Bauchschmerzen (23 %) und Kopfschmerzen, Gewichtsverlust, Übelkeit, Anorexie und gesteigertem Appetit (jeweils 5 %). Erhöhte Leberenzyme traten bei fünf Personen auf, das entspricht 38,5 Prozent der gesamten Gruppe. 

Drei Personen brachen die Studie aufgrund von Unverträglichkeiten ab. Die restlichen zehn erzielten eine Verbesserung der Gesamt- sowie der motorischen Werte. Weitere positive Ergebnisse waren, dass sich der nächtliche Schlaf sowie emotionale oder verhaltensbedingte Kontrollstörungen signifikant verbesserten. Die Wissenschaftler kommen daher zu dem Ergebnis, dass CBD in Form von Epidiolex bei Morbus Parkinson wirksam sein kann. Die relativ hohe Dosis, die in dieser Studie verwendet wurde, war aber auch mit Erhöhungen der Leberenzyme verbunden.  

Morbus Parkinson 

Morbus Parkinson ist nach Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. In Deutschland sind ungefähr ein Prozent der über 60-Jährigen von der unheilbaren Krankheit betroffen. Die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt. Die Therapie zielt vor allem darauf ab, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen.  

Zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome unspezifisch. Dazu gehören Schmerzen im Schulter-, Nackenbereich oder im Rücken, außerdem die Verlangsamung und Abnahme der Bewegungen. Hinzu kommt ein einseitig beginnender Ruhetremor. Im Verlauf der Erkrankung verändert sich das Gangbild. Die Betroffenen beugen sich nach vorn und machen nur kleine, kurze Schritte. 

Neben den motorischen Beschwerden können auch Schlafstörungen, Schmerzen in Muskeln und Gelenken sowie depressive Verstimmungen auftreten. Später können Affektlabilität, Apathie, Angststörungen und Demenz hinzukommen. Diese nicht-motorischen Symptome sollten nicht unterschätzt werden, da sie die Lebensqualität der Patient*innen oft stark einschränken. 

 

Quelle: 

Leehey MA, Liu Y, Hart F, Epstein C, Cook M, Sillau S, Klawitter J, Newman H, Sempio C, Forman L, Seeberger L, Klepitskaya O, Baud Z, Bainbridge J. Safety and Tolerability of Cannabidiol in Parkinson Disease: An Open Label, Dose-Escalation Study. Cannabis Cannabinoid Res. 2020;5(4):326-336. 

Photo by Hugo Delauney on Unsplash


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17/Jun/2020

Die Washington State University hat die Ergebnisse einer Beobachtungsstudie veröffentlicht. Hierin heißt es, dass Patienten, die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, ihre Symptome wie Flashbacks, Angst und Reizbarkeit mithilfe von medizinischem Cannabis reduzieren konnten.

Bei Menschen, die eine Extremsituation durchlebt haben, besteht das erhöhte Risiko, dass sie eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) zu entwickeln. Solche Extremsituationen können beispielsweise schwere Unfälle, lebensbedrohliche Erkrankungen, Misshandlungen im Kinder- oder Erwachsenenalter sein. Aber auch das Miterleben von Kriegen, Gefangenschaft oder Terroranschläge können Auslöser dieser psychischen Erkrankung sein.
Diese muss nicht zwangsläufig direkt nach der traumatischen Erfahrung auftreten. Noch Wochen, Monate oder sogar Jahre später können sich verschiedene Symptome zeigen.

Typische Symptome äußern sich in Form von Intrusionen und Flashbacks, wenn Betroffene von den aufkommenden Erinnerungen an das Trauma überwältigt werden. Meist werden Intrusionen und Flashbacks von Schlüsselreizen ausgelöst. Also wenn beispielsweise ein Kriegsopfer einen lauten Knall hört oder ein Brandopfer vielleicht Rauch riecht. Weitere Symptome einer PTBS können sich wie folgt äußern:

  • Albträume
  • Schweißausbrüche
  • Herzrasen und Atemnot
  • Schwindel
  • Zittern
  • Angst, Reizbarkeit und Nervosität
  • Depression

Behandlung einer PTBS

Betroffene benötigen vor allem eine psychologische Betreuung und in schweren Fällen auch einen stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik. Dabei besteht die Therapie in der Regel aus den drei Phasen Schaffung einer sicheren Umgebung, Stabilisierung und Traumaüberwindung.

Eine medikamentöse Therapie kommt meist nur zum Einsatz, wenn Betroffene zum Beispiel unter starken Schlafstörungen, Unruhezuständen, Angstzuständen oder Depressionen leiden. Verschiedene Studien haben bereits gezeigt, dass medizinische Cannabis bei einer PTBS unterstützend eingesetzt werden kann, um die Symptome zu lindern.

Ergebnisse der aktuellen Beobachtungsstudie

404 medizinische Cannabiskonsumenten mit einer PTBS verwendeten über einen Zeitraum von 31 Monaten eine App, um Veränderungen ihrer Beschwerden (Flashbacks, Intrusionen, Angst, Reizbarkeit) in Abhängigkeit von unterschiedlichen Cannabissorten und -dosen vor und nach der Inhalation zu verfolgen.

Im Ergebnis heißt es, dass sich die Symptome nach der Inhalation des medizinischen Cannabis um mehr als 50 Prozent reduzierten. Im weiteren Verlauf war auch ein Rückgang der Intrusionen und Reizbarkeit zu verzeichnen, insbesondere bei höheren Dosen.

Die Forscher der Washington State University erklärten, dass medizinisches Cannabis vorübergehend zur Linderung der PTBS-Symptome eingesetzt werden könne. Als langfristiges Mittel sei es laut den Forschern möglicherweise nicht geeignet, da die Betroffenen in der Beobachtungsstudie die Dosis mit der Zeit immer weiter erhöhten. Dies könne auf die Entwicklung einer Toleranz hindeuten.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32469819/


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10/Jun/2020

Die Ergebnisse einer israelischen Beobachtungsstudie zeigen, dass sich bei Fibromyalgie-Patienten, die sich mit Cannabis selbst mediziert hatten, die Schmerzsymptomatik besserte und dass sie die Schmerzmitteldosis reduzieren konnten.

Die Krankheit Fibromyalgie („Faser-Muskel-Schmerz“) ist ein sehr komplexes Schmerzsyndrom. Betroffene leiden unter Schmerzen in den Muskeln sowie dem Bindegewebe in verschiedenen Körperregionen. Auch können Druckschmerzen über bestimmten Schmerzpunkten auftreten. Daneben berichten Betroffene häufig auch über weitere Beschwerden wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Magen-Darm-Problemen.

Die Ursachen der Erkrankung sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass verschiedene Faktoren bei der Entstehung eine Rolle spielen. So können eine gestörte Schmerzverarbeitung oder veränderte Nervenfasern im Muskelgewebe ursächlich sein. Zudem können verschiedene psychische Beschwerden die Erkrankung begünstigen.

Mithilfe von Bewegungstherapien und Entspannungsverfahren können Betroffene die Beschwerden der Fibromyalgie lindern. Oftmals werden Patienten auch Schmerzmittel oder Antidepressiva verordnet.

Beobachtungsstudie in Israel

Die Ärzte des Laniado-Krankenhauses in Netanya sowie im Krankenhaus von Nazareth beobachteten insgesamt 101 Fibromyalgie-Patienten. 73 Prozent der Teilnehmerinnen waren weiblich. Das Durchschnittsalter betrug 45 Jahre. Reines Cannabis wurde von 54 Prozent der Teilnehmer geraucht. Lediglich 18 Prozent der Teilnehmer verdampften Cannabis und nur drei Teilnehmer verwendeten Cannabis-Öl. Die restlichen Teilnehmer medizierten sich mit unterschiedlichen Kombinationen.

Im Ergebnis heißt es, dass 47 Prozent der Teilnehmer aufgrund der Selbstmedikation mit Cannabis keine weiteren Medikamente zur Symptomlinderung mehr einnahmen. 51 Prozent konnten die Dosis der Schmerzmedikation reduzieren. Nur ein Teilnehmer brach die Medikation mit Cannabis ab.

Darüber hinaus berichteten die Ärzte, dass sich die Schmerzsymptomatik und der Schlaf bei den Teilnehmern um etwa 77 Prozent verbesserte. Die mittlere täglich konsumierte Cannabis-Menge war dabei relativ gering. Sie betrug weniger als 1 Gramm.

Aus den Ergebnissen schlussfolgerten die Ärzte, dass Cannabis eine wirksame Behandlung bei Fibromyalgie sein kann.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32431124/


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