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24/Okt/2019

In Deutschland stieg der Absatz von medizinischem Cannabis stetig an, bis er im zweiten Quartal 2019 boomte. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 wurde 74 % mehr medizinisches Cannabis von deutschen Krankenkassen rückerstattet. Seit der Umsetzung dieses Modells im Jahr 2017 hat der Verkaufswert im Mai die 10-Millionen-Euro-Marke überschritten, ist jedoch im Juni auf 9,5 Millionen Euro zurückgefallen.

Die Absatzzahlen wurden vom GKV-Spitzenverband veröffentlicht und unterteilen alle bis Juni 2019 verkauften Produkte in drei Kategorien.

Medizinischen Cannabis Präparate wie Dronabinol, gemahlene Blüten und Vollspektrum Extrakte. Fertigarzneimittel wie Sativex und Canemes und zuletzt unverarbeitete Hanfblüten. Die unverarbeiteten und in Präparaten verwendeten Blüte machen 55 % der erstatteten Cannabisprodukte im zweiten Quartal aus. Außerdem wurden noch weitere Blüten mit privaten Rezepten verkauft, welche aber nicht in die Daten mit eingezogen wurden. Trotzdem nahmen die Erstattungen für alle Produktkategorien zu.


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09/Okt/2019

Lange wurde vermutet, dass Cannabidiol (CBD) die psychischen Nebenwirkungen von Tetrahydrocannabinol (THC) aufheben kann, so haben nun Forscher der Western University diese Theorie, mithilfe der Untersuchung von molekularen Mechanismen im Hippocampus bei Ratten, bewiesen.

Es war lange unbekannt, warum eine hohe Konzentration von THC in Kombination mit einer niedrigen Konzentration von CBD zu psychischen Nebenwirkungen wie Paranoia, Angstzuständen und sogar Suchtanzeichen führen kann. An der Fakultät für Medizin und Zahnmedizin der Western University war es Professor Steven Laviolette und seinem Team nun möglich zu ermitteln, welche Cannabidiole die psychoaktiven Wirkung von THC blockieren können. Durch Testen der Hippocampi in Ratten wurde endeckt, dass die extrazelluläre Signal-regulierte Kinase (ERK) die Nebenwirkungen auslöst.

CBD cann die psychoaktiven Nebeneffekte von THC blockieren

In der Studie wurde beobachtet, dass Ratten mit hoher THC Einnahme in eine erhöhte aktive ERK resultiert und Angstzustände zu Folge haben. Unter Einfluss von CBD ohne Anwesenheit von THC wurde keine erhöhte Aktivität festgestellt. Bei Beobachtung von gleichen THC sowie CBD Konzentrationen wurden normale ERK Stimulation entdeckt. Diese Erkenntnis liefert Hinweise dafür, dass Cannabidiol die psychischen Nebenwirkungen von THC blockieren kann, in dem eine Überstimulation der ERK vermieden wird.
Diese Ergebnisse sind von hoher Bedeutung für die Verschreibung von medizinischem Cannabis, da somit die Rezeptierung von wirksamen und sicheren THC gewährleistet werden kann.


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13/Sep/2019

Fallstudien deuten auf die Rolle von Cannabis  als entzündungshemmendes Mittel hin. 

In einer Studie konnte festgestellt werden, dass ein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und einem geringeren Risiko für die Entstehung von Darmkrebs, Anämie und Krankenhausaufenthalten besteht.

Die bundesweiten stationären Stichprobendatensätze (2010-2014) wurden abgefragt, um Erwachsene mit morbus crohn  (CD) und colitis ulcerosa (UC) zu identifizieren.  

Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Atlanta VA Medical Center in Decatur, USA:

Untersucht wurden 6.002 Morbus Crohn Patienten (2.999 Cannabiskonsumenten & 3.003 Nichtkonsumenten) und 1.481 Colitis ulcerosa Patienten UC (742 Cannabiskonsumenten & 739 Nichtkonsumenten). 

Bei CD-Patienten war die Prävalenz von Darmkrebs, der Bedarf an parenteraler Ernährung und Anämie bei Cannabiskonsumenten geringer. 

Allerdings waren aktive Fistelerkrankungen oder intraabdominale Abszessbildung, unspezifische Blutungen im unteren Magen-Darm-Bereich und Hypovolämie bei Freizeit-Cannabiskonsum höher. 

Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt war kürzer mit weniger Krankenhauskosten bei Cannabiskonsumenten.

Source: Cannabis-Med


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11/Sep/2019

Laut einer 2017 vom American Journal of Psychiatry veröffentlichten Studie kommen die Forscher zu dem Schluss, dass CBD bei Patienten mit Schizophrenie einen positiven Effekt haben kann.

Ziel dieser Studie war es, die Sicherheit und Wirksamkeit von CBD als Begleittherapie bei Schizophrenie zu untersuchen.  In einer randomisierten (1:1-Verhältnis) und doppelblinden Studie erhielten die Patienten entweder CBD (1000mg/Tag; N=43) oder ein Placebo (N=45) als zusätzliche Therapie zu ihren bestehenden antipsychotischen Medikamenten für 6 Wochen. Die Teilnehmer wurden auf die Auswirkungen von CBD vor und nach der Behandlung mit der positiven und negativen Syndrom-Skala (PANSS), der Kurzbewertung der Kognition bei Schizophrenie (BACS), der Global Assessment of Functioning Scale (GAF) und der Verbesserung und Schwere der Clinical Global Impressions Scale (CGI-I und CGI-S) untersucht. 

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass CBD eine mögliche Alternative bei der Behandlung von Schizophrenie sein könnte.

Source: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29241357


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05/Sep/2019

Patienten berichten immer wieder, dass Cannabis als Ersatz für verschreibungspflichtige Medikamente verwendet wird, es ist jedoch wenig über Personen bekannt, die Cannabis legal über den Cannabis Markt erwerben. 

Laut einer Umfrage, die 2016 in Colorado (United States) durchgeführt wurde, bei der 1000 Erwachsene bezüglich ihres (medizinischen) Cannabiskonsums befragt wurden, berichten 65% der Befragten, dass sie Cannabis einnähmen, um ihre Schmerzen zu lindern und 74% gaben an, Cannabis zu nehmen, um den Schlaf zu fördern. Alle Befragten, die über eine medizinische Zertifizierung berichteten, wurden ausgeschlossen. 

Unter den Befragten, die Cannabis zum Schlafen einnahmen, fanden es 84% sehr hilfreich, und die meisten, die rezeptfreie Medikamente (87%) oder verschreibungspflichtige Schlafmittel (83%) einnahmen, gaben an, dass sie den Konsum dieser Medikamente reduziert oder ganz eingestellt hätten.

Dies deutet darauf hin, dass der medizinische Konsum von Cannabis dort verbreitet ist, wo Cannabis legal erhältlich ist, und auch den Drogenkonsum reduzieren kann. Gesetze für den erwachsenen Cannabiskonsum könnten den Zugang zu Cannabis zur Behandlung von Krankheiten verbessern. 

Source: https://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=569#4


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30/Aug/2019

Das erhöhte Auftreten von Fettleibigkeit und Übergewicht kann zu nicht alkoholischen Fettleberkrankheiten führen. Jüngste Erkenntnisse deuten auf eine schützende Wirkung des Cannabiskonsums auf die Gewichtszunahme und damit verbundene Stoffwechselveränderungen bei Patienten mit Psychose hin.

Laut einer dreijährigen Längsschnittstudie, die 2019 veröffentlicht wurde, kann Cannabiskonsum eine schützende Wirkung gegen Leberstreatose entfalten.

390 Patienten wurden zu zwei Zeitpunkten untersucht, einmal zu Studienbeginn und nach der 3 jährigen antipsychotischen Behandlung. Anthropometrische Messungen und Leber-, Lipid- und glykämische Parameter wurden zu beiden Zeitpunkten durchgeführt. Die Patienten wurden in der Abteilung für Psychiatrie der Universitätsklinik de Valdecilla in Santander, Spanien, behandelt. 

Zum zweiten Untersuchungszeitpunkt wiesen Cannabiskonsumenten deutlich niedrigere FLI (Fatty Liver Index) Werte auf als Nicht-Konsumenten.

Darüber hinaus erfüllten Cannabiskonsumenten die Kriterien für Lebersteatose seltener als Nichtkonsumenten. Patienten, die konstant nach 3 Jahren Cannabis konsumierten, stellten den kleinsten Anstieg des FLI im Laufe der Zeit dar. Cannabiskonsum kann in der Psychose eine schützende Wirkung gegen Lebersteatose entfalten.

 

Source : Cannabis-Med


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