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27/Mai/2020

In Deutschland leiden schätzungsweise ungefähr 60 bis 80 Prozent der Bevölkerung unter immer wiederkehrenden oder chronischen Rückenschmerzen. Hauptursache der Beschwerden sind in den meisten Fällen Muskelverspannungen und -verhärtungen, Verschleißerscheinungen oder Bandscheibenvorfälle, die aufgrund von mangelnder Bewegung und Fehlhaltungen entstehen.

Verschiedene Studien haben in der Vergangenheit bereits die Wirksamkeit von cannabinoidhaltigen Arzneimitteln bei chronischen Schmerzzuständen untersucht. Im Jahr 2017 stellten Forscher eine Auswertung von elf randomisierten kontrollierten Studien vor. Hierin heißt es, dass die Patienten mit chronischen Schmerzen, bei denen eine konventionelle Schmerztherapie keinen positiven Effekt mehr zeigte, von einer Therapie mit selektiven Cannabinoiden wie Nabilone, Nabiximole und Dronabinol profitieren konnten.

Neben der Verringerung der Schmerzintensität unter der Cannabinoidtherapie verbesserte sich auch die Schlafqualität. Infolge dessen berichteten die Patienten auch über eine Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität.

Aus den Ergebnissen schlossen die Forscher, dass eine Therapie mit cannabinoidhaltigen Arzneimitteln in Betracht gezogen werden könne, wenn andere Schmerztherapien keine ausreichende Wirkung zeigen.

Fallstudien mit zwei Patienten

Ärzte von der Portsmouth Anesthesia Accociates in Virginia (USA) stellten jetzt Fallstudien mit zwei Patienten vor, die unter chronischen Rückenschmerzen leiden. Ein Patient erlitt eine lumbale Kompressionsfraktur und ein weiterer Patient beklagte Thoraxbeschwerden mit Dysästhesie infolge eines chirurgisch resezierten Meningeoms.

Zur Schmerzlinderung verabreichten die Ärzte den beiden Patienten eine CBD-Creme. Diese enthielt 400 Milligramm CBD pro 2 Unzen, was ungefähr 1,4 Prozent CBD entspricht.

Im Ergebnis heißt es, dass das regelmäßige Auftragen der transdermalen CBD-Creme zu einer signifikanten Schmerzlinderung bei den beiden Patienten führte.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28537982/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32421842/


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20/Mai/2020

In einem Bericht von „Medical Xpress“ heißt es, dass rund 75.000 Australier an einer chronischen Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden. Verursacht werden diese durch Entzündungen im Magen-Darm-Trakt. Infolge dessen leiden Betroffene häufig unter Durchfällen, Verstopfung, Schmerzen und Gewichtsverlust, was die Lebensqualität im Alltag enorm beeinträchtigt.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass neueste Forschungen der Lambert-Initiative für Cannabinoid-Therapeutika an der Universität Sydney gezeigt haben, dass sich ein Viertel der Betroffenen in Australien mit illegalem Cannabis selbst medizieren. Insgesamt wurden 838 Patienten befragt, wovon 25,3 Prozent angaben, Cannabis zur Behandlung ihrer Symptome zu konsumieren. Lediglich 1,4 Prozent erhielten legales medizinisches Cannabis.

Der Hauptforscher und akademische Direktor der Lambert-Initiative namens Professor Iain McGregor, erklärte laut dem Bericht:

„Die Untersuchung wurde durch die Erfahrungen der Familie Taylor aus den Blue Mountains inspiriert: Vater Steven Taylor wurde wegen des Anbaus von Cannabis verhaftet, um das Leiden seiner Töchter Morgan und Taylor zu lindern, die an einer schweren chronischen Darmerkrankung litten und große Erleichterung durch nicht berauschende Zubereitungen aus Cannabisblattsäften fanden.“

Weiter erklärte McGregor, dass dieser Fall zeige, dass zahlreiche Betroffene ihre Erkrankung mit Medikamenten nicht angemessen behandeln können und sich deshalb alternativen Therapieoptionen zuwenden.

Umfrage: Cannabis lindert Symptome

Mehr als 90 Prozent der Betroffenen erklärten, dass sich mithilfe von Cannabis Symptome wie Schmerzen und Krämpfe besserten. Außerdem verbesserten sich die Schlafqualität und die Angstsymptomatik. Hingegen sei der Nutzen bei anderen Symptomen wie Blutungen, Stuhlhäufigkeit, -konsistenz und -dringlichkeit geringer.

Darüber hinaus heißt es, dass sich bei Patienten, die eine medizinische Cannabis-Therapie erhielten, die Lebensqualität erheblich verbesserte. Zudem berichteten die Cannabispatienten, dass sie die Dosen ihrer verordneten Medikamente reduzieren konnten und seltener eine fachärztliche Behandlung benötigten.

Auch zu Nebenwirkungen beim Cannabiskonsum wurden die Patienten befragt. Diese seien gering ausgefallen und beschränkten sich vorwiegend auf Schläfrigkeit und Gedächtnisstörungen.

Source : https://medicalxpress.com/news/2020-04-survey-results-reveal-australian-usage.html


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13/Mai/2020

Verschiedene Studien haben bereits gezeigt, dass Cannabidiol (CBD) entzündungshemmende Eigenschaften entfalten kann. Einem Medienbericht zufolge führen jetzt Forscher der Universität Tel Aviv verschiedene klinische Studien durch, in der der Einsatz von CBD bei der Lungenkrankheit COVID-19 untersucht werden soll.

Da COVID-19 das Atmungssystem angreift, werden die Forscher betroffenen Patienten CBD-angereicherte Exosomen durch ein Inhalationsgerät verabreichen. Dass CBD womöglich dazu beitragen kann, das Immunsystem zu regulieren und Entzündung zu hemmen, konnten frühere Studien bereits zeigen. Die Forscher gehen davon aus, dass die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD die geschädigten Zellen durch einen synergistischen Effekt reparieren könnten.

Eine weitere klinische Studie wird an COVID-19-Patienten durchgeführt, die derzeit im Rabin Medical Center in Israel behandelt werden. Hier werden die Forscher inhalierbare Steroide mit CBD kombinieren, da CBD in der Lage sein könnte, die Wirkung der Steroide zu verbessern.
Darüber hinaus soll untersucht werden, ob Cannabis mit all seinen Cannabinoiden womöglich in der Lage sein könnte, die COVID-19-Erkrankung zu verlangsamen oder zu stoppen.

Source: https://www.benzinga.com/markets/cannabis/20/04/15877325/israel-researchers-launch-clinical-trials-to-test-cbd-as-covid-19-treatment-supplement


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07/Mai/2020

Forscher der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore haben eine Umfrage unter 200 Personen durchgeführt, die innerhalb der vergangenen vier Wochen Opioide und Cannabis verwendeten.

Im Ergebnis heißt es, dass 125 Personen (62,5 Prozent) von Cannabis beim Opioidentzug profitieren konnten. Dabei berichteten Frauen über einen größeren positiven Effekt als Männer. Insbesondere die Symptome wie Schlafstörungen, Zittern und Angstzustände hätten sich durch die Verwendung von Cannabis gebessert.

12 Personen (6 Prozent) gaben hingegen an, dass sich der Opioidentzug durch die Verwendung von Cannabis verschlechtert habe. So seien hier vermehrt Symptome aufgetreten wie tränende Augen und eine laufende Nase.

Laut den Forschern weisen die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass Cannabis die Opioidentzugssymptome verbessern kann und dass die Wirkung klinisch bedeutsam sei. Weiter erklären die Forscher, dass Cannabis die Symptome lediglich bei einer Minderheit verschlimmert habe. Damit seien prospektiv konzipierte Studien, in denen die Auswirkungen von Cannabis auf den Opioidentzug untersucht werden, gerechtfertigt.

Bergeria CL, Huhn AS, Dunn KE. The impact of naturalistic cannabis use on self-reported opioid withdrawal. J Subst Abuse Treat 2020;113:108005


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29/Apr/2020

Das Staphylococcus-aureus-Bakterium besiedelt viele Menschen, ohne eine Erkrankung hervorzurufen. In einigen Fällen, insbesondere bei einem geschwächten Immunsystem, kann das Bakterium jedoch Wundinfektionen, Lungen- und Hirnhautentzündungen verursachen. Besonders problematisch ist hier, dass einige Varianten des Bakteriums antibiotikaresistent sind.

Um diese Resistenz zu umgehen und die Antibiotikawirkung zu erhöhen, suchen Forscher nach neuen Ansätzen. Einer dieser Ansätze besteht darin, sogenannte Helfersubstanzen zu nutzen, die die Wirksamkeit eines Antibiotikums verstärken sollen.

Forscher der University of Southern Denmark stellten jetzt im Rahmen ihrer Studie fest, dass Cannabidiol (CBD) in Kombination mit dem Antibiotika Bacitracin in der Lage sein könnte, das Staphylococcus-aureus-Bakterium zu bekämpfen.

Im Ergebnis heißt es, dass die CBD-Bacitracin-Kombination die Teilung des Bakteriums verhindern konnte, sodass infolge dessen die Bakterienmembran instabil wurde. Durch die verringerte Gabe von Antibiotika könnten laut den Forschern weitere Resistenzen verhindert werden.

Source: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32139776/


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23/Apr/2020

Der Konsum von medizinischem Cannabis ist laut einer Studie der biologischen Fakultät am Technion-Israel Institute of Technology in Haifa mit einer Verringerung des Einsatzes von ADHS-Medikamenten bei Patienten verbunden, bei denen das Syndrom diagnostiziert wurde.

Die israelischen Forscher befragten 59 Patienten mit ADHS, die eine Lizenz des Gesundheitsministeriums für den Zugang zu medizinischen Cannabisprodukten besaßen. Sie berichteten, dass die Verwendung von medizinischem Cannabis und insbesondere von Produkten, die das Cannabinoid Cannabinol (CBN) dominieren, mit Medikamenten sparenden Wirkungen verbunden war.

Die Ergebnisse legen nahe, dass einige ADHS-Patienten Cannabis als Ersatzbehandlung für konventionellere Medikamente konsumieren könnten, folgerten die Forscher. Sie fügten hinzu: Diese Ergebnisse sind zwar nicht kausal, könnten jedoch Aufschluss über die möglichen positiven Auswirkungen von medizinischem Cannabis auf die Schwere der ADHS-Symptome geben und zukünftige prospektive Studien motivieren, um unsere Ergebnisse zu validieren und möglicherweise sogar in Betracht zu ziehen, ADHS künftig zu einer zugelassenen Indikation für die Medizinalcannabis-Lizenz in Israel zu machen.

Source: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32017685


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15/Apr/2020

Das plötzliche Absetzen von CBD ist laut einer kürzlich veröffentlichten klinischen Studie nicht mit körperlichen Entzugserscheinungen bei gesunden Probanden verbunden.

Ein Team von Forschern aus dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten bewertete das Auftreten von Entzugserscheinungen, die durch das plötzliche Absetzen von CBD verursacht wurden. Die Probanden in der Studie waren gesunde Freiwillige, die über einen Zeitraum von vier Wochen zweimal täglich 750 mg pflanzliches CBD einnahmen. Die Studienteilnehmer erhielten entweder weiterhin CBD oder erhielten in den Wochen fünf und sechs ein Placebo.

Die Forscher berichteten über keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse infolge des Absetzens von CBD.

Sie kamen zu dem Schluss: Bei gesunden Freiwilligen wurden keine Hinweise auf ein Entzugssyndrom gefunden, wenn die Kurzzeitbehandlung mit CBD abrupt abgebrochen wurde.

source: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed


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08/Apr/2020

Das Magazin „Medical Cannabis Network“ von der Health Europa ist eine der bekanntesten Informationsquellen zum Thema medizinisches Cannabis in ganz Europa. Ein in der aktuellen Ausgabe veröffentlichter Artikel berichtet nun über die Entstehungsgeschichte sowie die Ziele und Visionen von CanPharma und über ein exklusives Interview mit dem COO und Mitbegründer Stefan Jacker.

CanPharma war eines der ersten europäischen Unternehmen, das sich auf medizinisches Cannabis konzentrierte. Hierbei steht stets der Patient im Vordergrund. Als Großhändler /Distributor importiert CanPharma Medizinalcannabis und liefert dieses an Apotheken in ganz Deutschland, um Patienten mit Cannabis in pharmazeutischer Qualität zu versorgen.

„Wir sehen uns als vertikal integriertes, datengesteuertes Pharmaunternehmen für medizinisches Cannabis und haben ein Ziel: die Kluft zwischen Pflanze und Patienten zu überbrücken. CanPharma möchte seinen Patienten eine auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Therapie anbieten – dies ist auch unsere oberste Priorität bei der Entwicklung unseres Produktportfolios“, so Dr. Henrik Sprengel, CEO und Mitbegründer von CanPharma.

Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage war es für CanPharma dann die logische Konsequenz, die Forschung voranzutreiben und eigene Produkte auf den Markt zu bringen. Mithilfe der Tochtergesellschaft KSK Labs erforscht und entwickelt CanPharma deshalb verschreibungspflichtige cannabisbasierte Medikamente, die höchsten Qualitätsstandards entsprechen.

Ein weiterer zentraler Zweig der Unternehmensstrategie ist, neben den bestehenden Marken myCBD und CBDinol gemeinsam mit KSK Labs neue Marken und zusätzliche Produktlinien im Wellnessbereich einzuführen.

Zukünftige Projekte von CanPharma

Bei den zukünftigen Projekten konzentriert sich CanPharma auf drei wichtige Aspekte, und zwar auf die Aus- und Weiterbildung von Ärzten, die weitere Erforschung der Cannabispflanze und deren Wirkungsspektrum sowie die Ausweitung des Netzwerkes mit Ärzten und Forschern.

Kalapa-Clinic plant den Ausbau der telemedizinischen Dienste

Darüber hinaus findet auch die Kalapa-Clinic in Barcelona, ein unabhängiger Teil der CanPharma-Gruppe, Beachtung in dem Artikel. Gegründet wurde die Kalapa-Clinic bereits im Jahr 2015 mit einem europaweit agierenden Team. Dieses setzt sich aus Fachärzten und Cannabisforschern zusammen. Der Schwerpunkt liegt auf der Beratung und Unterstützung von Cannabispatienten und Ärzten per Skype oder vor Ort in Barcelona in sechs Sprachen. Im Laufe dieses Jahres plant die Kalapa-Clinic den Ausbau ihrer telemedizinischen Dienste.

Den vollständigen Artikel inkl. des Interviews mit Stefan Jacker finden Sie hier.


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02/Apr/2020

In einer Studie kanadischer Forscher wurde gezeigt, dass Cannabigerol (CBG) einige der besorgniserregendsten antibiotikaresistenten Bakterien abtötet.

Ein Team von Wissenschaftlern der McMaster University in Hamilton, die die Wirksamkeit von Cannabinoiden untersuchten, fand heraus, dass CBG „antibakterielle Aktivität“ gegen MRSA, eine der resistentesten Mikroben auf dem Planeten, zeigte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Antibiotikaresistenz als „eine der größten Bedrohungen für die globale Gesundheit“ eingestuft.

Zu CBG, das während des Pflanzenwachstums in bekanntere Cannabinoide wie Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) umgewandelt wird wurde bisher nur wenig pharmakologische Forschung betrieben.

MRSA, auch bekannt als Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, ist ein leicht verbreiteter und häufiger „Superkeim“, der unter anderem Lungenentzündung, Meningitis und sogenannte fleischfressende Krankheiten verursachen kann.

Die Studie beschreibt den „Wirkmechanismus“ von CBG als Angriff auf die „zytoplasmatische Membran“ der Zielbakterien. Sie zeigt auch, dass Cannabinoide gegen gramnegative Organismen wirksam sind, deren äußere Membran permeabilisiert ist, wobei CBG auf die innere Membran wirkt. Schließlich zeigen die Forscher, dass Cannabinoide in Kombination mit Polymyxin B gegen multiresistente gramnegative Krankheitserreger wirken, was das breite therapeutische Potenzial von Cannabinoiden aufzeigt.

Das Forschungsteam demonstrierte die Wirksamkeit der Substanz sowohl im Labor als auch in Tiermodellen, in denen Mäuse mit MRSA-Infektionen geheilt wurden. Dies geschah nach der Kombination von CBG mit einem etablierten Antibiotikum namens Polymyxin B, was zu einer Verbindung führte, die die resistenten Bakterien abtötete.

Source: https://www.biorxiv.org/


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25/Mrz/2020

Eine neue Studie an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona unterstrich die Wirksamkeit von Cannabinoid-Verbindungen, die in Cannabis zur Schmerzlinderung bei Frauen mit Endometriose gefunden wurden, und führte zu einer klinischen Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Gynäkologischen Dienst der Hospital Clinic von Barcelona gestartet wurde. In der Studie werden die möglichen Vorteile des natürlich vorkommenden Cannabinoids ∆9-Tetrahydrocannabinol bei Frauen mit Endometriose untersucht.

Endometriose ist eine schmerzhafte Erkrankung, bei der die Gebärmutterschleimhaut an anderen Stellen des Organs wächst, beispielsweise an den Eileitern. Diese Wucherungen beeinträchtigen die Fortpflanzungsorgane und können Schmerzen, Unfruchtbarkeit, Angstzustände und Depressionen verursachen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Zu den Behandlungsoptionen gehören Operationen oder Hormontherapien, die jedoch nicht immer wirksam sind und häufig erhebliche Nebenwirkungen haben.

Die neue Studie zeigt erste Ergebnisse aus der Behandlung von Endometriose bei Mäusen mit Cannabinoiden – was darauf hindeutet, dass sie Symptome der Krankheit lindern können. Das Team untersuchte Mäuse mit Endometriumimplantaten im Becken, um die Endometriose beim Menschen nachzuahmen. Diejenigen mit den Implantaten reagierten empfindlicher auf Schmerzen im Becken, die auch mit emotionalen und kognitiven Veränderungen in Verbindung gebracht werden können – ähnlich wie bei einigen Frauen mit Endometriose.

Das Team stellte als nächstes fest, dass Mäuse mit Endometriose ähnliche Angstsymptome aufwiesen, die bei einigen Frauen mit dieser Erkrankung auftraten. Dies wurde an der Zeit gemessen, die die Tiere in offenen Bereichen eines Labyrinths verbrachten, da diejenigen mit höheren Angstzuständen dazu neigen, nicht zu weit zu erkunden. Ihre Experimente konnten jedoch nicht zeigen, ob THC signifikante Wirkungen bei der Behandlung dieser Angst hatte.

Da bekannt ist, dass Endometriose bei einigen Frauen die kognitive Funktion beeinträchtigt, untersuchte das Team auch die Gedächtnisleistung bei Mäusen. Sie versorgten die Tiere mit zwei identischen Gegenständen und ließen sie sich mit ihnen vertraut machen. Dann ersetzten sie eines der Objekte und gaben an, wie lange die Mäuse damit verbracht hatten, das neue Objekt im Vergleich zum vertrauten Objekt zu erkunden, um einen Hinweis darauf zu geben, woran sich die Tiere erinnerten.

Das Team stellte fest, dass das Gedächtnis bei Mäusen mit Endometriose im Vergleich zu Mäusen ohne diese Krankheit beeinträchtigt war. Mit THC behandelte Mäuse zeigten diese Beeinträchtigung jedoch nicht, was darauf hindeutet, dass THC eine schützende Wirkung haben könnte.

Schließlich untersuchte das Team die Auswirkungen von THC auf das Endometrium innerhalb und außerhalb der Gebärmutter und stellte fest, dass Mäuse mit Endometriose, die 32 Tage lang mit THC behandelt wurden, ein geringeres Endometriumwachstum aufwiesen.

 

Source: https://elifesciences.org/articles/50356


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CanPharma verfügt über eine pharmazeutische Großhandelserlaubnis nach §52a des Arzneimittelgesetzes sowie eine Lizenz zum Umgang mit Betäubungsmitteln im Sinne des §3 des Betäubungsmittelgesetzes. Darüber hinaus verfügt CanPharma über ein GDP-zertifiziertes Qualitätssicherungssystem.

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