Neue Studie: Cannabiskonsum kann Krebsrisiko verringern

Dezember 2, 2020
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Professor Thomas M. Clark von der Universität von Indiana fand bei der Durchführung der Metaanalyse heraus, dass der Cannabiskonsum mit einem Rückgang unterschiedlicher Krebsarten korrelierte, darunter Kopf-, Hals- und Lungenkrebs sowie mit Fettleibigkeit verbundene Krebsarten. Clark stellte aber auch fest, dass der Cannabiskonsum mit einer leichten Zunahme von Hodenkrebs in Zusammenhang gebracht werden konnte.

Trotz der interessanten Ergebnisse führt Clark aus, dass diese nicht unbedingt schlüssig sind. Das sei darauf zurückzuführen, dass die Datensätze eine sehr hohe Heterogenität aufwiesen. Zudem fanden sich für viele Krebsarten keine ausreichenden Datensätze.

Risikofaktor für Krebsarten

Clark bemerkte auch, dass Cannabiskonsumenten tendenzielle eine geringe Rate an Fettleibigkeit zeigten. Dabei ist die Fettleibigkeit ein bekannter Risikofaktor für viele Krebsarten. Außerdem stellte er fest, dass die meisten Cannabiskonsumenten eine geringe Entzündungsrate aufweisen. Auch diese ist ein Risikofaktor für Krebs. Gestützt wird dieses Ergebnis von früheren Forschungsarbeiten, die bereits Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Cannabis und einem verminderten Entzündungsrisiko nachgewiesen haben.

Des Weiteren zeigten die Ergebnisse, dass Cannabiskonsumenten tendenziell eine verbesserte Insulinresistenz und damit ein geringeres Diabetesrisiko als Nichtkonsumenten aufwiesen. Auch dieser Zusammenhang könnte zu einem verringerten Krebsrisiko beitragen. Denn eine schlechte Insulinresistenz und ein Diabetes sind mit einem höheren Krebsrisiko verbunden, ebenso mit einem schnelleren Krebswachstum.

Als Fazit fasste Professor Clark zusammen:

“Die aktuelle Analyse unterstützt nicht den durchschnittlichen Freizeitkonsum von Cannabis als wirksames eigenständiges Heilmittel gegen Krebs. Die Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Cannabis-Therapie zu den etablierten Krebsbehandlungsschemata nicht nur die Lebensqualität von Krebspatienten erheblich verbessert, sondern auch die Wirksamkeit der Behandlung verbessern könnte, ohne das Tumorwachstum zu stimulieren.”

Weiter führte Clark aus, dass der Cannabiskonsum womöglich die krebsbedingte Todesrate in den USA (jedes Jahr versterben dort rund 600.000 Menschen an Krebs) senken könnte. Allerdings würden die verfügbaren Daten wenig Vertrauen in diese Schlussfolgerung geben. Denn es scheint verschiedene Reaktionen unter den Krebsarten zu geben. Zudem würden für viele Krebsarten keine oder nur wenige Daten vorliegen.

Darüber hinaus stellt Clark fest, dass zwar eine Beziehung zwischen dem Cannabiskonsum und Krebs nachgewiesen werden kann, jedoch keine Kausalität. Deshalb sei bei der Interpretation der Daten Vorsicht geboten.

Quelle:
https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/can.2019.0095

 

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