Studie: Medizinalcannabis gegen chronische Kopfschmerzen

Juli 15, 2020
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Mehr als 300 von 1000 Menschen leiden unter wiederkehrenden Spannungskopfschmerzen. Über Migräne klagen ungefähr 150 von 1000 Menschen und unter Cluster-Kopfschmerzen ein bis zwei Menschen von 1000. Dabei sind Frauen etwas häufiger von chronischen Kopfschmerzen betroffen als Männer.

Für einen Großteil der Betroffenen bedeuten Kopfschmerzattacken die Unterbrechung ihres normalen Tagesablaufes. In schweren Fällen halten die Kopfschmerzen sogar mehrere Tage an. Begleitende Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Überempfindlichkeit gegenüber Lärm sowie Lichtscheu sind zusätzlich belastend.

In akuten Fällen können Schmerzmittel und Migränemedikamente zwar Linderung verschaffen, diese können jedoch teils erhebliche Nebenwirkungen auslösen.

Verschiedene Studien legen nahe, dass medizinisches Cannabis eine nebenwirkungsärmere Therapieoption sein könnte. So vermuten Forscher, dass ein klinischer Endocannabinoidmangel eine Ursache unterschiedlicher Krankheiten wie Migräne sein könnte. Aus unterschiedlichen Erfahrungsberichten ist zudem bekannt, dass medizinisches Cannabis sowie frei käufliches CBD-Öl gegen chronische Schmerzen im Akutfall eine Minderung der Symptome hervorrufen können. Allerdings steht die Forschung hier noch im Anfang.

Ergebnisse der Studie

Dass die Behandlung von chronischen Kopfschmerzen vielversprechend sein könnte, zeigt eine kleine Studie, die an der Thomas-Jefferson-Universität durchgeführt und auf der virtuellen Jahrestagung der US-amerikanischen Kopfschmerzgesellschaft vorgestellt wurde.

48 Patienten mit Migräne oder anderen chronischen Kopfschmerzarten nahmen an dieser Studie teil. Diese erhielten zwischen Januar und September 2019 eine Behandlung mit medizinischem Cannabis in inhalativer oder oraler Form. Einen telefonischen Nachbefragungsbogen füllten 28 Teilnehmer aus.

Im Ergebnis heißt es, dass 3 von den 28 Teilnehmern die Cannabis-Therapie eingestellt hatten. Vor Therapiebeginn nahmen 46,4 Prozent der Teilnehmer mindestens zehn Tage pro Monat Schmerzmedikamente ein. Diese Rate sank während der Cannabis-Behandlung auf 25 Prozent.

Darüber hinaus heißt es, dass die Verwendung von Cannabis bei 57,1 Prozent der Teilnehmer Angstzustände minderte und 78,6 Prozent berichteten über eine Verbesserung des Schlafes. Auf einer Skala von 10 sollten die Teilnehmer einschätzen, wie nützlich sie die Cannabis-Therapie empfanden. Hier lag die durchschnittliche Bewertung bei 5,9. 17,9 Prozent bewerteten die Nützlichkeit mit einer 10.

https://www.medscape.com/viewarticle/933011

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