News

CanPharma Nachrichten

No more posts
iStock-1019606106-1200x801.jpg
02/Mrz/2022

Gute Nachrichten für Apotheken und Patienten: Das medizinische Cannabis der CanPharma GmbH kann ab sofort über den pharmazeutischen Großhandel bezogen werden.  

Für das Pharma-Unternehmen ist die Kooperation mit dem Großhandel ein Schritt in die richtige Richtung: „Wir freuen uns, dass wir unsere Distributionskanäle deutschlandweit ausbauen“, sagt Stefan Jacker, Geschäftsführer der CanPharma GmbH, „damit verbessern wir die direkte Verfügbarkeit unserer pharmazeutischen Cannabissorten und erhöhen den Service für Apotheken und Patienten.“   

CanPharma hat das Ziel, schwerkranken Menschen eine optimale Behandlung mit Medizinal-Cannabis zu ermöglichen und Apotheken mit standardisierten und qualitativ hochwertigen Produkten zu versorgen. Eine Therapie mit Medizinal-Cannabis erhöht die Lebensqualität bei vielen chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs oder Multipler Sklerose.  

Aktuell plant das Unternehmen eine Erweiterung seines Produktportfolios – in erster Linie um Produkte mit hohem CBD-Gehalt. Damit stellt sich CanPharma hinsichtlich seines Produktsortiments noch breiter auf.  


mika-baumeister-m-StmYvk7q0-unsplash-1200x960.jpg
23/Feb/2022

Das Pharma-Unternehmen CanPharma hat zu Beginn des Jahres mehrere Rabattverträge mit gesetzlichen Krankenkassen auf den Weg gebracht. Der Vertrag mit dem Kassendienstleister GWQ ist seit Anfang Januar in Kraft, seit 1. Februar besteht die Zusammenarbeit mit der IKK Classic. Weitere Vereinbarungen mit Kostenträgern zur besseren Versorgung mit medizinischem Cannabis sind bereits geplant. Damit ist CanPharma eines der ersten Cannabisunternehmen, das einen Rabattvertrag abschließt.  

Rabattverträge mit Medizinalcannabis haben laut der CanPharma das Ziel, die Versorgung der Patient*innen mit bestimmten cannabisbasierten Arzneimitteln auf sichere Beine zu stellen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Darüber hinaus wird eine Erleichterung im aufwändigen Kostenübernahmeprozess angestrebt: Aktuell bedarf die Therapie mit pharmazeutischem Cannabis einer Genehmigung durch die Krankenkasse, bevor Ärzt*innen entsprechende Rezepte ausstellen dürfen.  

Bei anderen Arzneimitteln sind Rabattverträge nicht ungewöhnlich, bei cannabisbasierten Produkten jedoch neu. Stefan Jacker, Pharmazeut und Geschäftsführer der CanPharma GmbH: „Cannabisbasierte Pharmazeutika haben bislang nicht den ihnen gebührenden Stellenwert in der Therapie schwer kranker Menschen. Wir hoffen, dass die neuen Vereinbarungen zur besseren Akzeptanz von Cannabis und zu mehr Vertrauen innerhalb der Ärzteschaft führen. Die Wirtschaftlichkeit dieser begleitenden Therapieoption spielt dabei eine Rolle – und wir gehen das Thema aktiv an.“  Dabei hat ein bestehender Rabattvertrag mit Medizinalcannabis keine Auswirkung auf die so genannte Therapiehoheit: „Kein Patient und keine Patientin soll umgestellt werden. Uns geht es darum, dass bei einer Cannabistherapie die Produkte verordnet werden, die einerseits patientenindividuell auf die Therapiebedürfnisse abgestimmt sind, zudem wirtschaftlich und selbstverständlich von bester pharmazeutischer Qualität. Das Patientenwohl hat für CanPharma höchste Priorität“, betont Stefan Jacker.  

Der Rabattvertrag zwischen CanPharma und der IKK Classic umfasst die Verordnung von drei Cannabisextrakten. Die Vereinbarung mit der GWQ geht ein Stück weiter und sieht darüber hinaus die Verschreibung von Cannabisblüten vor. Die GWQ ist ein Kassendienstleister, der verschiedene gesetzliche Krankenkassen vertritt, wie beispielsweise zahlreiche Betriebskrankenkassen.  

Die CanPharma GmbH ist bereits seit Juli 2020 mit verschiedenen Rezepturarzneimittel wie medizinischen Cannabisblüten auf dem Markt, im Mai 2021 sind drei verschiedene Cannabisextrakte hinzugekommen.  

 

Über CanPharma  

Die CanPharma GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen mit Großhandels- und Herstellungserlaubnis sowie einem umfassenden Portfolio an medizinischen Cannabinoidprodukten. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, ein führendes europäisches Pharmaunternehmen zu werden und die Lebensqualität von Patienten*innen durch die Bereitstellung fortschrittlicher Produkte zu verbessern. Unsere Produktionspartner erfüllen die höchsten pharmazeutischen Qualitätsstandards, die EU GMP/GACP-Richtlinien. CanPharma beliefert Apotheken in ganz Deutschland mit qualitativ hochwertigen Produkten und klärt Fachkreise und Patient*innen über die professionelle Verwendung von medizinischem Cannabis auf.  


CanBlute.png
08/Feb/2022

 Als pharmazeutisches Unternehmen steht für uns das Patientenwohl an erster Stelle. Auch in der Debatte zur Legalisierung von Cannabis hat dieses für uns höchste Priorität. 

Bei einer Legalisierung von Cannabis ist es unabdingbar, dass der Gesundheitsschutz von Patienten und Patientinnen gewahrt bleibt und diese weiterhin einen sicheren Zugriff auf ihre Medikamente sowie eine umfassende Aufklärung bekommen. Die hohen Qualitätsstandards der Präparate, eine kontinuierliche Verfügbarkeit von Medikamenten mit stabilem Wirkprofil sowie die Erstattungsfähigkeit und eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen müssen unberührt bleiben, um Patient*innen weiterhin diese Therapieoption gewährleisten zu können.  

Es sollte weiterhin sichergestellt bleiben, dass schwerkranke Patientinnen und Patienten, die sich für eine Cannabistherapie interessieren, Zugang zu einer geschulten ärztlichen Beratung bekommen und ausführlich aufgeklärt werden. Die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin sowie in der Apotheke bleibt ein unerlässlicher Grundpfeiler der Therapie mit medizinischem Cannabis, auch wenn die Pflanze und ihre Wirkstoffe zum freizeitlichen Konsum freigegeben werden. 

Wir begrüßen es, dass eine Entstigmatisierung von Cannabis, in Folge einer Legalisierung und damit einhergehenden Aufklärung, es Patientinnen und Patienten erleichtern wird, einen Umgang mit dem Thema in ihrem Umfeld zu finden. Darüber hinaus erwarten wir, dass mit der steigenden Informationsfülle auch neuen Patient*innen ein unkomplizierterer Zugang zu dieser neuen Therapieoption möglich ist. Indem die allgemeine Akzeptanz steigt und medizinisches Cannabis auch auf mehr Vertrauen bei Ärzt*innen und Apotheker*innen stößt, steigt die Versorgungssicherheit für Patient*innen, sowie eine ausführlichere Aufklärung durch Verordner*innen. 

Für den Schutz der Konsument*innen sehen wir es als prioritäre Maßnahme, dass auch über den Freizeitgebrauch eine stetige Aufklärung stattfindet. Themen wie die Effekte der Wirkstoffe, mögliche Risiken und Nebenwirkungen, Gefahren bei Co-Medikation, Suchtpotential, Einwirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit sowie das Bedienen schwerer Maschinen und weitere Themen sollten möglichen Konsument*innen bekannt sein. Diese sollten befähigt werden, eine Entscheidung zu treffen, die auf fundierten Informationen fußt. Wir erwarten, dass mit der Legalisierung die Suchtprävention gefördert und ausreichend finanziell ausgestattet wird. 

Wir begrüßen eine Abgabe von Cannabis für den Freizeitgebrauch in der Apotheke bzw. der Apotheke angelagert. Pharmazeutinnen und Pharmazeuten besitzen das nötige Fachwissen, um Konsumenten zur sicheren Einnahme von Cannabis zu beraten. CanPharma positioniert sich hier klar als verlässlicher Partner der Apotheken. 

Die CanPharma GmbH und ihr Partnernetzwerk sorgen für eine stabile Versorgung von Patienten und Patientinnen durch qualitativ hochwertige Produkte und die kontinuierliche Aufklärung von Betroffenen sowie die Weiterbildung von Fachpersonal. Bei einer Legalisierung von Cannabis sehen wir es als unsere Aufgabe, die Sicherheit von Konsumenten und Konsumentinnen durch Aufklärung und Weiterbildung zu gewährleisten.  


billy-williams-8wz1Q4Q_XAg-unsplash-1-1200x675.jpg
16/Aug/2021

Potenzial für weiteres zukünftiges Wachstum auf den europäischen Cannabismärkten

 

Das pharmazeutische Unternehmen für Cannabinoidprodukte CanPharma GmbH schließt sich mit dem australischen Pharmaunternehmen Health House International zusammen. Diese starke Partnerschaft bietet Health House den Zugang zu dem äußert wertvollen deutschen Markt für medizinisches Cannabis. CanPharma hat durch den Zusammenschluss einen globalen Akteur in Europa und Australasien an seiner Seite, der dem deutschen Unternehmen eine solide Basis für zukünftiges Wachstum im Inland wie auch international bietet. Darüber hinaus erhält CanPharma durch Health House Zugang zu Produkten, die das Pharmaunternehmen auch in Deutschland auf den Markt bringen kann. 

CanPharma verfügt über die erforderlichen pharmazeutischen Lizenzen der deutschen Aufsichtsbehörden, die es dem Unternehmen erlauben, Produkte auf Cannabinoidbasis sowohl in Form von Blüten als auch Extrakten zu importieren, herzustellen und zu vertreiben. CanPharma importiert und vertreibt seit 2019 getrocknete Cannabisblüten in Deutschland. Im Mai 2021 hat das Unternehmen Cannabisextrakte unter eigener Marke auf den Markt gebracht. CanPharma ist in einer idealen Position, um von den anhaltend wachsenden Verordnungszahlen in Deutschland zu profitieren. 

Das Partnerunternehmen von CanPharma, die Kalapa Clinic mit Sitz in Barcelona, bleibt Teil der Unternehmensgruppe. Kalapa war die erste Beratungsstelle für medizinisches Cannabis, die in Europa gegründet wurde. Sie berät Fachkräfte des Gesundheitswesens sowie Patient*innen über die angemessene Verwendung von Arzneimitteln auf Cannabisbasis zur Behandlung verschiedener Indikationen. Mit ihrem Hauptsitz in Spanien verfügt die Kalapa Clinic über eine starke Position, von der aus sie auf dem spanischen Markt expandieren kann, sobald die dortige Gesetzgebung dies zulässt. 

Das Management-Team von CanPharma besteht aus Branchen-Spezialisten mit jahrelanger Erfahrung in der Cannabisindustrie. Im Rahmen der Übernahme wird der Gründer von CanPharma, Dr. Henrik Sprengel, CEO von CanPharma bleiben und wurde in den Aufsichtsrat von Health House International berufen. Vor der Gründung von CanPharma war er CEO des Unternehmensgründers Grupo HS3, der mehrere internationale Projekte in verschiedenen Branchen mit Schwerpunkt Internet und Technologie erfolgreich auf den Weg brachte. Der bisherige CFO von CanPharma, David Attwood, wird zum Group CEO von Health House ernannt und übernimmt die Gesamtverantwortung für die Aktivitäten der Gruppe. 

Health House International ist ein internationales pharmazeutisches Großhandelsunternehmen, das sich unter anderem auf den Vertrieb von medizinischen Cannabisprodukten in Australasien, Großbritannien und Europa spezialisiert hat. Das Unternehmen vertreibt derzeit mehr als 11 medizinische Cannabisprodukte in ganz Australasien. Mit seinen Lizenzen für Großhändler und kontrollierte Arzneimittel beliefert das Unternehmen Apotheken, Krankenhäuser, Regierungsstellen, Tierärzte und andere Großhändler mit medizinischem Cannabis und weiteren pharmazeutischen Produkten in Europa. 

Mehr Informationen finden Sie unter https://healthhouse.com.au/ 

„Die Partnerschaft mit Health House hat das Potenzial, uns als Marktführer in Europa zu positionieren – einem schnell wachsenden medizinischen Cannabismarkt mit dem größten globalen Potenzial. Wir glauben, dass CanPharma in der Lage ist, Zugang zur wachsenden Zahl an Patientinnen und Patienten in Deutschland zu erlangen, eine breitere Palette von Produkten anzubieten und die medizinische Ausbildung zu erweitern“, erklärt Dr. Henrik Sprengel. „Dieses Modell, gepaart mit der Expertise, den globalen Netzwerken und dem Ruf von Health House International, wird unsere Entwicklung voranbringen und uns in die Lage versetzen, die Präsenz des Unternehmens in ganz Europa zu erweitern.“  

David Wheeler, Direktor von Health House, ergänzt: „Wir freuen uns sehr, das Team von CanPharma offiziell in der Health House-Gruppe willkommen zu heißen, wo es eine führende Rolle beim künftigen Wachstum des Unternehmens spielen wird. Durch die Nutzung der Lizenzen, des Produktangebots und des Know-hows von CanPharma erweitern wir unsere Marktreichweite und stärken unsere Position als globaler Marktführer im Vertrieb von medizinischen Cannabisprodukten.“ 

 

Über CanPharma 

Die CanPharma GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen mit Großhandels- und Herstellungserlaubnis sowie einem einzigartigen Portfolio an medizinischen Cannabinoidprodukten. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, ein führendes europäisches Pharmaunternehmen zu werden und die Lebensqualität von Patienten*innen durch die Bereitstellung fortschrittlicher Produkte zu verbessern. Unsere Produktionspartner erfüllen die höchsten pharmazeutischen Qualitätsstandards, die EU GMP/GACP-Richtlinien. CanPharma beliefert Apotheken in ganz Deutschland mit qualitativ hochwertigen Produkten und klärt Fachkreise und Patient*innen über die professionelle Verwendung von medizinischem Cannabis auf. 

Für weitere Informationen finden Sie unter https://www.canpharma.eu/de/ 

Lesen Sie auch:

https://twitter.com/healthhouseint/status/1427067005929201667?s=20

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6832832553448177664

  

Ansprechpartner 

Clemens Jacker 

Marketing Direktor 

CanPharma GmbH 

clemens.jacker@canpharma.eu 

 


istockphoto-1289222246-612x612-1.jpg
28/Jul/2021

Chronische Schlafstörungen sind extrem belastend. Die Produktivität und die Gesundheit werden beeinträchtigt, da Betroffene sich nachts nicht ausreichend erholen können. In einer Doppelblindstudie wurde erstmals durch ein australisches Forscherteam die Wirkung von Medizinalcannabis bei chronischen Schlafstörungen (chronische Insomnie) untersucht. 

Das Ergebnis: Ein Cannabisextrakt mit den Cannabinoiden Tetrahydrocannabinol (THC), Cannabinol (CBN) und Cannabidiol (CBD) ist eine wirksame und sichere Therapie bei chronischer Insomnie. 

Zweiwöchige Cross-over-Studie mit Cannabisextrakt und Placebo bei 24 Betroffenen mit chronischer Insomnie 

Am Zentrum für Schlafforschung der University of Western Australia nahmen 24 Patient*innen im Alter von durchschnittlich 53 Jahren an der randomisierten, placebokontrollierten Cross-over-Studie teil. In dieser wurde das Schlafverhalten ohne Medikamenteneinnahme über zwei Wochen mit einem Aktivitätsmonitor, den die Betroffenen am Handgelenk trugen, und mit Schlaftagebüchern überwacht. Die Teilnehmenden protokollierten die Einschlafdauer, Schlafdauer, Schlafqualität und die Erholsamkeit des Schlafes. Darüber hinaus führten die Wissenschaftler*innen im Schlaflabor eine Polysomnographie durch, wobei während einer Nacht die Körperfunktionen der schlafenden Person beobachtet wurden. 

Im Nachgang wurden die 24 Teilnehmenden per Zufall der Cannabinoid- oder Placebogruppe zugewiesen, wobei weder Betroffene noch Forscher*innen wussten, ob Scheinmedikament oder Cannabis eingenommen wird. Nach der zweiwöchigen Studienphase folgte eine Woche ohne Medikament, bevor die Betroffenen in die jeweils andere Gruppe wechselten. Die Überwachung fand ebenfalls mithilfe eines Schlaftagebuchs, Aktivitätstracker und Polysomnographie statt. 

Die Wissenschafler*innen benutzten einen öligen Extrakt mit THC, CBN, CBD sowie Terpenen als cannabisbasiertes Medikament. Der Placeboextrakt enthielt dieselben Terpene, jedoch keine Cannabinoide. Die Teilnehmenden nahmen die Medikamente jeden Tag eine Stunde vor dem Zubettgehen sublingual, d.h. unter der Zunge, ein. Nach vier Tagen konnte die Dosis nach ärztlicher Rücksprache verdoppelt werden. Um mögliche Nebenwirkungen festzustellen, kontaktierten die Wissenschaftler*innen die Teilnehmenden während der ersten Tage und nach Dosissteigerungen. 

Nebenwirkungen verschwinden über Nacht oder rasch nach Erwachen 

Zwei Drittel (67 %) erlebten leichte Nebenwirkungen, die jedoch weitestgehend über Nacht oder kurz nach dem Erwachen verschwanden. Am häufigsten waren dies Mundtrockenheit und Schwindel. Lediglich ein Proband brach die Studie infolge unerwünschter Effekte ab, sodass die Daten von 23 Patient*innen ausgewertet wurden. Bei älteren Patient*innen und bei psychiatrischen Vorerkrankungen ist Vorsicht angebracht, da Halluzinationen und Schwindel problematisch sind. 

Medizinalcannabis verkürzt Einschlafzeit und verlängert Schlafzeit 

Die Schlaftagebücher der Studienteilnehmer*innen zeigten deutliche Besserungen des Schlafes. Die Schlafdauer stieg an: Bei Einnahme des Placeboextrakts betrug diese durchschnittlich 5,06 Stunden und kletterte unter Medizinalcannabis auf 6,11 Stunden. Somit konnte Cannabis die Schlafdauer um gut eine Stunde verlängern. Auch die Zeit bis zum Einschlafen betrug unter Cannabis 38,1 Minuten, im Vergleich zu 46,9 Minuten unter Scheinmedikament. Die Betroffenen schliefen mit dem Cannabismedikament im Schnitt 8,8 Minuten schneller ein. 

Die Messungen mittels Aktivitätsmonitor und Polysomnographie belegten auch Verbesserungen: Unter Placebo betrug die Schlafdauer den Messgeräten zu Folge 6,52 Stunden und stieg bei Einnahme des Cannabisextrakts um 33,5 Minuten auf 7,07 Stunden an. Damit erreichten die Teilnehmenden mit Einnahme von Cannabis die für Erwachsene empfohlene Schlafenszeit von etwa 7 Stunden. 

Verbesserte Schlafqualität und Erholung 

Die Teilnehmenden benoteten darüber hinaus die Schlafqualität und Erholsamkeit auf einer Skala von 0 (sehr schlecht bzw. nicht erholt) bis 4 (sehr gut bzw. sehr erholt). Resultierend stuften die Patient*innen Schlafqualität mit 2,5 und Erholsamkeit mit 1,2 ohne Medikamenteneinnahme sowie unter Scheinmedikament ein ein.  

Beide Kennzahlen verbesserten sich mit dem Cannabisextrakt auf 1,8 für die Erholung und 3,2 bei der Schlafqualität. Mit Medizinalcannabis schliefen die Betroffenen also besser und wachten erholter auf. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass der begutachtete Cannabisextrakt die Dauer der Schlafstadien nicht beeinflusst. 

Ab wann sind Schlafstörungen chronisch? 

6 bis 15 Prozent der Bevölkerung hat mit chronischen Schlafstörungen, die in Form von Einschlaf- und/ oder Durchschlafstörungen auftreten, zu kämpfen. Wenn die Beschwerden an mehr als 3 Nächten in der Woche erscheinen und länger als 3 Monate bestehen, sprechen Experten von einer chronischen Insomnie. Während Betroffene mit Einschlafstörungen mehr als eine halbe Stunde zum Einschlafen benötigen, wachen Patient*innen mit Durchschlafstörungen nachts auf und liegen länger als 30 Minuten wach oder sie erwachen morgens sehr zeitig (mehr als 30 Minuten vor der gewünschten Aufwachzeit). 

Größere Studien nötig 

Die Wissenschaftler*innen kamen zum Schluss, dass Medizinalcannabis eine Alternative bei chronischen Schlafstörungen sein kann. Um den Effekt eindeutig zu beweisen und die optimale Dosierung zu inspizieren, sind jedoch Studien mit größeren Personengruppen nötig. 

 

Quelle: 

Jennifer H Walsh, Kathleen J Maddison, Tim Rankin, Kevin Murray, Nigel McArdle, Melissa J Ree, David R Hillman, Peter R Eastwood, Treating Insomnia Symptoms with Medicinal Cannabis: A Randomized, Cross-Over Trial of the Efficacy of a Cannabinoid Medicine Compared with Placebo, Sleep, 2021;, zsab149, https://doi.org/10.1093/sleep/zsab149 

 

 

 

 

 


cbd-4469987_1920-1200x798.jpg
07/Jul/2021

Immer mehr Patient*innen mit chronischen Schmerzen nutzen das nicht-psychotrope Cannabinoid Cannabidiol (CBD), um ihre Schmerzen zu lindern. Bei einer Umfrage in Amerika unter Betroffenen zeigt sich, dass bei einem Großteil Cannabis-basierte Medikamente und CBD chronische Schmerzen reduzierten. Außerdem helfen diese Medikamente dabei, die Einnahme opiatbasierter Schmerzmittel zu reduzieren.

Umfrage in sieben Schmerzkliniken in Amerika

Es wurden insgesamt 253 Patient*innen aus sieben Schmerzzentren in Südkalifornien befragt. Das durchschnittliche Alter der Betroffenen betrug 45,4 Jahre. Sie wurden mithilfe von Plakaten und Flyern zur Teilnahme an der Umfrage aufgerufen.

62 % der Befragten (152 Personen) hatten bereits erste Erfahrung mit CBD-Produkten. Rückenschmerzen war die am häufigsten vertretene Art von Schmerzen mit einem Anteil von 67,3 %. Darauf folgten Nervenschmerzen (46,7 %) und Nackenschmerzen (44,7 %). In rund der Hälfte der Fälle (56,3 %) war auch das psychotrope und ebenfalls schmerzlindernde Tetrahydrocannabinol (THC) im Cannabis-Produkt enthalten.

Zu den behandelten chronischen Schmerzerkrankungen gehörten unter anderem:

  • Rückenschmerzen
  • Neuropathische Schmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Migräne
  • Gliederschmerzen
  • Fibromyalgie

Die CBD-Produkte wurden auf verschiedene Arten eingenommen. Am häufigsten durch Inhalation (62,9 %), darauf folgten essbare Cannabisprodukte (54,3 %) und orale Cannabistinkturen (52,3 %). Einige der Befragten hatten Erfahrungen mit mehreren Darreichungsformen.

Die verwendeten Darreichungsformen waren unter anderem:

  • Inhalation bzw. Rauchen
  • Edibles (Essbare Cannabisprodukte)
  • Orale Tinkturen
  • Topische Cannabiszubereitungen (Creme, Salbe, Öl)
  • Kapseln
  • Spray

Weniger Schmerzen bei den meisten Betroffenen

Bei 59 Prozent der Befragten helfen CBD-Produkte, um ihre chronischen Schmerzen zu lindern. Außerdem konnten rund 68 % der Patient*innen die Dosierung anderer Schmerzmittel reduzieren. 53,7 % der Befragten konnten sogar die Einnahme opiathaltiger Schmerzmittel reduzieren.

In der Umfrage wurden die Betroffenen auch zu Erfahrungen in deren Umfeld, also von Freunden, Familienmitgliedern und Bekannten, bezüglich der Einnahmen von CBD-Produkten befragt. Das Ergebnis fiel positiv aus, denn 78,1 % der Befragten gaben an, Personen zu kennen, die Beschwerden erfolgreich mit CBD behandelt haben. Auch die Ergebnisse bezüglich der Verträglichkeit waren durchaus positiv. Nur rund 7 % der Befragten berichteten von unerwünschten Nebenwirkungen.

Die enorme Zahl von 91,9 % der Befragten gaben an, mehr über die medizinische Anwendung von CBD lernen zu wollen.

Der Forschungsstand von CBD bei chronischen Schmerzen

Es muss noch viel geforscht werden bezüglich der Behandlung chronischer Schmerzen mit CBD. Es ist jedoch bereits bekannt, dass CBD ein geringes Missbrauchspotenzial hat. CBD wirkt sogar eher gegenteilig. So zeigte eine amerikanische Studie 2019, dass Epidiolex®, ein CBD-haltiges Medikament, den Suchtdruck und die Angst von Patient*innen mit Heroinabhängigkeit reduzieren kann.

Bei chronischen Schmerzen, speziell neuropathischen Schmerzen, weisen aktuelle Daten darauf hin, dass das Cannabinoid THC stärker schmerzlindernd wirkt als CBD. Im Jahr 2020 zeigte eine weitere amerikanische Studie, das chronische Schmerzpatient*innen nach einer Behandlung mit CBD, die 8 Wochen andauerte, die Dosierung ihrer opiathaltigen Schmerzmittel reduzieren konnten. THC sowie CBD haltige Medikamente können also die Schmerzlinderung unterstützen.

Es werden in Zukunft weitere Studien benötigt, um herauszufinden, ob bei den verschieden Schmerzerkrankung CBD eine effektive Behandlungsalternative ist. Außerdem müssen die Unterschiede von CBD Isolaten und Vollspektrumextrakten weiter untersucht werden.

 

Quelle:

Schilling JM, Hughes CG, Wallace MS, Sexton M, Backonja M, Moeller-Bertram T. Cannabidiol as a Treatment for Chronic Pain: A Survey of Patients’ Perspectives and Attitudes. J Pain Res. 2021;14:1241-1250

https://doi.org/10.2147/JPR.S278718

 

 


carolina-heza-0lD4hF1fBv0-unsplash1-1200x800.jpg
17/Dez/2020

In Deutschland leiden Schätzungen zufolge bis zu neun Millionen Menschen unter Migräne. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Obwohl die Migräne zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen zählt, sind die Ursachen bislang noch nicht vollständig geklärt.

Per Definition handelt es sich bei der Migräne um eine Kopfschmerzart, bei der zeitweise eine Funktionsstörung im Gehirn auftritt. Infolge dessen entsteht eine gesteigerte Nervenerregbarkeit. Außerdem werden vermehrt schmerzauslösende Botenstoffe im Gehirn freigesetzt, sodass sich die Gefäße im Gehirn vorübergehend entzünden.

Die Symptome der Migräne äußern sich durch einen anfallsartigen, pulsierenden und häufig halbseitigen Kopfschmerz. Oftmals leiden Betroffene auch unter vegetativen Symptomen wie Übelkeit/Erbrechen sowie eine Geräusch- oder Lichtempfindlichkeit.

Ungefähr 15 Prozent der Betroffenen leiden zusätzlich unter einer Aura-Phase, die vor den eigentlichen Kopfschmerzen auftritt. In einigen wenigen Fällen treten nach der Aura-Phase auch keine Kopfschmerzen auf. Zu den Symptomen in der Aura-Phase gehören Lichtblitze, Doppelbilder, Blendungsgefühle, Gesichtsfeldausfälle, Sprachstörungen und/oder motorische Störungen. Möglich sind auch Wahrnehmungsstörungen, wie zum Beispiel Störungen des Farbsinns oder eine Vergrößerung/Verkleinerung von Gegenständen.

Migräne: Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten

Bei leichten und mittelschweren Migräneattacken sind laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) Schmerzmittel wie Ibuprofen, ASS, Naproxen und Diclofenac wirksam.

Bei schweren Migräneattacken kommen Triptane zum Einsatz, deren Einnahme oft mit unangenehmen Nebenwirkungen einhergeht.

Auf der Suche nach neuen Behandlungsmöglichkeiten sind cannabinoidhaltige Arzneimittel in den letzten Jahren immer weiter in den Fokus der Wissenschaft gerückt. Verschiedene Untersuchungen legen nahe, dass Cannabinoide, insbesondere Cannabidiol (CBD) bei akuten Migräneattacken hilfreich sein könnte. Unterstützt wird diese Annahme auch durch verschiedene Erfahrungsberichte und Umfragen.

Neue Umfrage unter Migräne-Patienten

Die Forscher der Universität von Colorado in Boulder (USA) führten eine Online-Umfrage mit 161 Migräne-Patienten durch, die legalen Zugang zu Cannabis haben. Ziel der Umfrage war es, das Muster des Cannabiskonsums und die damit verbundene Verbesserung der Migräne zu untersuchen.

76 Prozent der Teilnehmer befürworteten die Verwendung von Cannabis zur Behandlung ihrer Migräne und 70 Prozent der Teilnehmer nutzten neben Cannabis auch rezeptfreie Schmerzmittel sowie Triptane.

Im Ergebnis heißt es, dass die Migräne-Patienten, die Cannabis nutzten, von stärkeren Attacken berichteten im Vergleich zu Patienten, die kein Cannabis konsumierten. Im Vergleich zu Schmerzmitteln habe Cannabis laut den Teilnehmern signifikant besser gewirkt.

Am Ende führen die Forscher aus, dass Migräne-Patienten ein hohes Maß an Symptomlinderung durch die Verwendung von Cannabis erfahren. Zukünftige Studien seien erforderlich, um die Cannabisformen, -potenzen und -dosierungen zu bestimmen, die bei der Behandlung von Migräne am effektivsten sind.

Quelle:

Gibson LP, Hitchcock LN, Bryan AD, Bidwell LC. Experience of migraine, its severity, and perceived efficacy of treatments among cannabis users. Complement Ther Med. 2020 Nov 20;56:102619. doi: 10.1016/j.ctim.2020.102619. Epub ahead of print. PMID: 33227352.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33227352/


matteo-paganelli-MqISkm2iLGc-unsplash1-1200x900.jpg
09/Dez/2020

Gleich zwei wichtige Urteile innerhalb kürzester Zeit schaffen Bewegung in die Cannabis-Branche. Ende November schaffte zunächst das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) Klarheit in Bezug auf den Verkauf von CBD-Produkten. Hierin heißt es, dass Cannabidiol (CBD) nach dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse, anderes als Tetrahydrocannabinol (THC), offenbar keine psychotropen Wirkungen oder schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat.

Vergangene Woche hat dann die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (Commission on Narcotic Drugs, CND) Cannabis offiziell als Substanz mit „medizinischem Nutzen“ anerkannt. Davor wurde Cannabis als Substanz bewertet, die gar keinen oder nur einen sehr geringen Nutzen besitzt. Damit folgt die Suchtstoffkommission der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Mit 27 Stimmen für den Beschluss, 25 Gegenstimmen und einer Enthaltung stimmte die Suchtstoffkommission dann aber dafür, dass Cannabis als Substanz mit medizinischen Eigenschaften eingestuft wird.

Laut einem Medienbericht führte Yann Bisiou (Assistenzprofessor an der Universität Montpellier-III und Experte für Drogenrecht) zu dieser historischen Neubewertung aus:

„Zum ersten Mal seit 1916 erkennt man hiermit auf internationaler Ebene an, dass Cannabis von therapeutischem Interesse ist. Seit einem Jahrhundert haben internationale Übereinkommen zu Drogen stets unterstrichen, dass diese Substanz gefährlich und ohne jeden medizinischen Nutzen ist. 2020 erklärt die UNO dann, dass das Gegenteil der Fall ist.“

Jürgen Neumeyer vom Branchenverband Cannabiswirtschaft kommentierte die Neueinstufung wie folgt:

„Nach diesem internationalen Impuls erwarten wir weltweit Erleichterungen im Umgang mit Medizinalcannabis. Dies begrüßen wir sehr, da Importeure, Anbauer und Distributoren in Zukunft mit weniger bürokratischen Hürden rechnen können.“

Weg in die Legalisierung?

Die Entscheidung der Suchtstoffkommission ebnet noch nicht den Weg für eine Legalisierung von Cannabis in den EU-Mitgliedsstaaten. Cannabis wird nach wie vor als streng zu kontrollierende Substanz geführt, zwar nicht mehr in der höchsten Kategorie IV mit schweren Drogen wie Heroin, aber immer noch in der Untergruppe I gemeinsam mit Drogen wie Kokain und Methadon.

Experten gehen jedoch davon aus, dass die Neubewertung von Cannabis ein kleiner Schritt hin zu Lockerungen sein könnte. Die weiteren Entwicklungen bleiben jedoch abzuwarten.

In Deutschland bleibt der Besitz von Cannabis strafbar. In vielen Bundesländern werden die Ermittlungsverfahren jedoch häufig wegen Geringfügigkeit eingestellt.

Quellen:

https://www.gentside.de/gesundheit/uno-erkennt-medizinischen-nutzen-von-cannabis-an_art20477.html

https://www.dw.com/de/vereinte-nationen-bewerten-cannabis-neu/a-55807237

 

 

 


national-cancer-institute-2g9uIMeVKvk-unsplash-1200x800.jpg
02/Dez/2020

Professor Thomas M. Clark von der Universität von Indiana fand bei der Durchführung der Metaanalyse heraus, dass der Cannabiskonsum mit einem Rückgang unterschiedlicher Krebsarten korrelierte, darunter Kopf-, Hals- und Lungenkrebs sowie mit Fettleibigkeit verbundene Krebsarten. Clark stellte aber auch fest, dass der Cannabiskonsum mit einer leichten Zunahme von Hodenkrebs in Zusammenhang gebracht werden konnte.

Trotz der interessanten Ergebnisse führt Clark aus, dass diese nicht unbedingt schlüssig sind. Das sei darauf zurückzuführen, dass die Datensätze eine sehr hohe Heterogenität aufwiesen. Zudem fanden sich für viele Krebsarten keine ausreichenden Datensätze.

Risikofaktor für Krebsarten

Clark bemerkte auch, dass Cannabiskonsumenten tendenzielle eine geringe Rate an Fettleibigkeit zeigten. Dabei ist die Fettleibigkeit ein bekannter Risikofaktor für viele Krebsarten. Außerdem stellte er fest, dass die meisten Cannabiskonsumenten eine geringe Entzündungsrate aufweisen. Auch diese ist ein Risikofaktor für Krebs. Gestützt wird dieses Ergebnis von früheren Forschungsarbeiten, die bereits Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Cannabis und einem verminderten Entzündungsrisiko nachgewiesen haben.

Des Weiteren zeigten die Ergebnisse, dass Cannabiskonsumenten tendenziell eine verbesserte Insulinresistenz und damit ein geringeres Diabetesrisiko als Nichtkonsumenten aufwiesen. Auch dieser Zusammenhang könnte zu einem verringerten Krebsrisiko beitragen. Denn eine schlechte Insulinresistenz und ein Diabetes sind mit einem höheren Krebsrisiko verbunden, ebenso mit einem schnelleren Krebswachstum.

Als Fazit fasste Professor Clark zusammen:

„Die aktuelle Analyse unterstützt nicht den durchschnittlichen Freizeitkonsum von Cannabis als wirksames eigenständiges Heilmittel gegen Krebs. Die Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Cannabis-Therapie zu den etablierten Krebsbehandlungsschemata nicht nur die Lebensqualität von Krebspatienten erheblich verbessert, sondern auch die Wirksamkeit der Behandlung verbessern könnte, ohne das Tumorwachstum zu stimulieren.“

Weiter führte Clark aus, dass der Cannabiskonsum womöglich die krebsbedingte Todesrate in den USA (jedes Jahr versterben dort rund 600.000 Menschen an Krebs) senken könnte. Allerdings würden die verfügbaren Daten wenig Vertrauen in diese Schlussfolgerung geben. Denn es scheint verschiedene Reaktionen unter den Krebsarten zu geben. Zudem würden für viele Krebsarten keine oder nur wenige Daten vorliegen.

Darüber hinaus stellt Clark fest, dass zwar eine Beziehung zwischen dem Cannabiskonsum und Krebs nachgewiesen werden kann, jedoch keine Kausalität. Deshalb sei bei der Interpretation der Daten Vorsicht geboten.

Quelle:
https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/can.2019.0095

 


cbd-infos-tCZVzr9TvxQ-unsplash-1200x900.jpg
26/Nov/2020

Die Rechtslage für den Verkauf von Produkten, die das Cannabinoid Cannabidiol (CBD) enthalten, ist in Deutschland noch immer unklar. Cannabis mit allen seinen Pflanzenteilen ist dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterworfen. Da CBD als Wirkstoff nicht im BtMG aufgeführt ist, könnte angenommen werden, dass es damit im rechtlichen Sinne auch nicht als Betäubungsmittel gilt. Allerdings existieren hierzu unterschiedliche Urteile.

Jetzt schafft ein aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) jedoch Klarheit. In Frankreich wurden die Unternehmer Sebastien Beguerie und Antonin Cohen-Adad durch das Gericht in Marseille zu einer Freiheits- und Geldstrafe in Höhe von 18 und 15 Monaten sowie jeweils 10.000 Euro verurteilt, weil sie CBD-haltige Liquids für E-Zigaretten aus Tschechien importierten und in Frankreich zum Verkauf anboten. Hier dürfen lediglich die Hanffasern und -samen gewerblich genutzt werden.

Nachdem die Unternehmer Berufung gegen das Urteil einlegten, gelangte das Verfahren am Ende beim EuGH. Dieser sollte die Frage klären, ob die Vermarktung des in einem EU-Mitgliedsstaat hergestellten CBD-Produktes aus der gesamten Cannabispflanze und nicht nur aus Hanffasern/-samen mit dem Unionsrecht vereinbar ist.

Laut einem Bericht entschieden die Richter des EuGHs, dass das französische Gesetz Mitbewerber aus anderen EU-Mitgliedsstaaten benachteiligt. In der Begründung heißt es, dass man sich nicht auf die Warenverkehrsfreiheit beziehen könne, wenn mit Betäubungsmitteln gehandelt wird. Denn eine Vermarktung von Betäubungsmitteln sei in allen Mitgliedsstaaten verboten. Eine Ausnahme stelle der überwachte Handel mit Betäubungsmitteln dar, die der wissenschaftlichen und medizinischen Verwendung dienen.

„Die Bestimmungen über den freien Warenverkehr innerhalb der Union (Art. 34 und 36 AEUV) sind hingegen anwendbar, denn das im Ausgangsverfahren in Rede stehende CBD kann nicht als Suchtstoff angesehen werden“, so das EuGH.

CBD besitzt keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit

Weiter erklären die Richter, dass die Begriffe „Suchtstoffe“ und „Droge“ in dem Übereinkommen über psychotrope Stoffe und dem Einheitsübereinkommen über Suchtstoffe definiert werden. Während die Cannabispflanze im erstgenannten Übereinkommen keine Erwähnung findet, ist im zweitgenannten Übereinkommen die Rede von der Pflanze Cannabis Sativa L., woraus die EU-Kommission zog, dass das aus den Blüten und Fruchtständen der Pflanze hergestellte CBD als Betäubungsmittel einzustufen sei.

Diese Interpretation der EU-Kommission widerspreche laut dem EuGH „dem Grundgedanken dieses Übereinkommens und seinem Ziel, die Gesundheit und das Wohl der Menschheit zu schützen“.

„Nach dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse, der zu berücksichtigen ist, hat das in Rede stehende CBD, anders als Tetrahydrocannabinol (gemeinhin als THC bezeichnet), ein weiteres Cannabinoid des Hanfs, offenbar keine psychotropen Wirkungen oder schädlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.“

Für die CBD-Branche ist das Urteil des EuGHs wegweisend, denn zukünftig werden sich sowohl europäische als auch nationale Gerichte hieran orientieren.

Quelle:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/eugh-cbd-ist-kein-betaeubungsmittel/?fbclid=IwAR3t-oEnXrFnJLWrGOZCqCKIE6iuQd_DSzR5BPiXndIHn4OYnpkFkdN2GAM

 


Logo Can Pharma SVG

CanPharma verfügt über eine pharmazeutische Großhandelserlaubnis nach §52a des Arzneimittelgesetzes sowie eine Lizenz zum Umgang mit Betäubungsmitteln im Sinne des §3 des Betäubungsmittelgesetzes. Darüber hinaus verfügt CanPharma über ein GDP-zertifiziertes Qualitätssicherungssystem.

Mitgliedschaften

HAUPTSITZ

CanPharma GmbH
Wiesbadener Str. 29
16515 Oranienburg
Germany

 

REPRÄSENTANZEN

Berlin
Rosenthaler Str. 34
10178 Berlin
Germany

Barcelona
Gran de Gràcia 15, 1-1
08012 Barcelona
Spain

© by CanPharma 2022